5. Dezember 2008
Die verheerende Cholera-Epidemie in Simbabwe hat sich in fast allen Regionen des Landes ausgebreitet und bedroht das Leben von vielen Tausend Menschen. Die hoch ansteckende Krankheit droht auf die Nachbarländer überzugreifen. UNICEF verstärkt angesichts der dramatischen Situation seine Hilfe und ruft zu Spenden auf. Mit Tank-wagen verteilt UNICEF sauberes Trinkwasser. Krankenhäuser und Gesundheitsstationen erhalten Hygieneartikel und Infusionslösung. Tabletten zur Wasserreinigung werden an Familien verteilt.
Bis Donnerstag waren nach offiziellen Angaben bereits 565 Menschen an Cholera gestorben. Die tatsächliche Zahl ist vermutlich noch höher. Nahezu 13.000 Simbabwer sind erkrankt und können kaum behandelt werden, weil die Krankenhäuser mit dem Ansturm überfordert sind. Die Regierung hat den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten. UNICEF hat einen Soforthilfe-Plan für die nächsten 120 Tage aufgestellt und bereits mit lebensrettenden Maßnahmen begonnen, um das Schlimmste zu verhindern.
Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch verschmutztes Trinkwasser übertragen wird. Sie führt zu starkem Durchfall und Erbrechen und kann tödlich verlaufen, wenn die Krankheit nicht behandelt und der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen wird. UNICEF arbeitet mit lokalen Partnern in allen Teilen des Landes zusammen, um Hilfe zu den Menschen zu bringen.
Auslöser der Cholera-Epidemie sind die unzureichende Wasserversorgung und schlechte hygienische Verhältnisse sowie der weitgehende Zusammenbruch einer funktionierenden Gesundheitsversorgung in Simbabwe. Durch die jahrelange politische und wirtschaftliche Krise des Landes ist die Bevölkerung stark geschwächt. UNICEF schätzt, dass im Januar 2009 mindestens 5,1 Millionen Menschen in Simbabwe von Nahrungslieferungen abhängig sein werden. Schätzungsweise 250.000 Waisenkinder und andere gefährdete Kinder brauchen besonderen Schutz und Hilfe. Simbabwe ist das Land mit der prozentual höchsten Zahl von Waisenkindern: Jedes vierte Kind wächst ohne Eltern auf.
UNICEF ruft zu Spenden für die Nothilfe in Simbabwe auf:
Spendenkonto 300.000, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Stichwort: Simbabwe
Bei Interview-Wünschen wenden Sie sich bitte an die UNICEF-Pressestelle, Telefon 0221/ 93650-315, Email presse(at)unicef.de.
UNICEF Deutschland
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln