6. Juli 2009
UNICEF ruft anlässlich des G8-Gipfels in Italien die Regierungen in Industrie- und Entwicklungsländern dazu auf, die ärmsten Familien und ihre Kinder vor den Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise zu schützen. Der Einbruch der Weltwirtschaft verschärft nach Einschätzung von UNICEF massiv das Ausmaß von Armut, Hunger und Krankheiten bei Kindern.
„Bereits heute wissen viele arme Familien in den Entwicklungsländern nicht mehr, wie sie ihre Kinder ernähren und zur Schule schicken können. Die volle Wucht des Abschwungs wird die Kinder in den kommenden Monaten treffen. Die G8-Staaten und die Regierungen der Entwicklungs- und Schwellenländer müssen bei ihren Maßnahmen die ärmsten Familien im Blick haben “, sagte Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin von UNICEF Deutschland. „Die Kosten des Nichtstuns wären enorm – menschlich und auch wirtschaftlich.“
Die Auswirkungen der internationalen Politik auf die nachwachsende Generation stehen auch im Mittelpunkt des Junior-8-Gipfels, den UNICEF vom 4.-12. Juli in Rom organisiert. 54 Jugendliche aus 14 Nationen behandeln dort die gleichen Themen wie die G8. Eine Delegation der Jugendlichen wird am 9. Juni den Staats- und Regierungschefs in L´Aquila persönlich die Ergebnisse ihrer Diskussionen präsentieren; dabei sein wird auch ein Mitglied des vierköpfigen J8-Teams aus Deutschland.
Die weltweite Krise bedeutet einen schweren Rückschlag im Kampf gegen Armut und Unterentwicklung.
UNICEF hat angesichts der Krise bereits im vergangenen Jahr in 45 Ländern Programme gestartet, um die Versorgung von bedrohten Kindern mit Nahrungsmitteln zu verbessern. UNICEF überwacht laufend die Lage der Kinder in mehr als 150 Staaten und berät die Regierungen bei der Planung von Maßnahmen. Aktuelle Untersuchungen von UNICEF aus Südasien und Afrika dokumentieren die dramatischen Auswirkungen der Krise auf Kinder und Frauen:
Investitionen in das Wohlergehen und die Entwicklung der Kinder sind nicht nur eine moralische Verpflichtung. Sie sind auch Grundlage für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Vor dem G8-Gipfel fordert UNICEF die Teilnehmer auf, die ärmsten Kinder besser vor den Folgen der Finanzkrise zu schützen:
Wir vermitteln gerne Interviewmöglichkeiten zu den deutschen Teilnehmern des Junior8-Gipfels.
Kontakt: Rudi Tarneden, Sprecher UNICEF Deutschland, 0221/93650-315 oder 234.
UNICEF Deutschland
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
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