15. Juni 2010
„Gib ab! Deine Stimme für Schulen für Afrika“ fordern am morgigen „Tag des afrikanischen Kindes“ Tausende UNICEF-Freiwillige mit bundesweit genau 103 Aktionen in 89 deutschen Städten von Aachen bis Frankfurt/Oder, von Kiel bis Weil am Rhein. Die ehrenamtlichen UNICEF-Gruppen rufen die Bundesbürger dazu auf, mit einer Unterschrift ein Zeichen für das Recht auf Bildung zu setzen. Schätzungsweise 45,5 Millionen Kinder im südlichen Afrika haben bis heute keine Chance zur Schule zu gehen. Bei den UNICEF-Aktionen und im Internet unter www.schulenfuerafrika.de kann jeder seine Stimme abgeben. Auch Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Fußballnationalmannschaft, unterstützt die Kampagne: „Mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 blickt die Welt auf Afrika. Wir müssen diese Chance jetzt nutzen, endlich alle Kinder in die Schule zu bringen.“
Den„Tag des afrikanischen Kindes“ gibt es seit dem Ende des Apartheidregimes 1991. Er erinnert an den 16. Juni 1976, als die Proteste von Schülern in Soweto (Südafrika) gegen die diskriminierende Bildungspolitik des damaligen Regimes starteten. Mit Aktionen wie Schulstunden auf öffentlichen Plätzen, Straßentheater, Fußballturnieren und symbolischen Schulbauten machen die UNICEF-Gruppen in Deutschland auf die anhaltende Bildungsmisere im südlichen Afrika aufmerksam und fordern die Bundesregierung dazu auf, mehr zu tun, damit das zweite Millenniumsentwicklungsziel - Grundschulbildung für alle Kinder bis 2015 - erreicht wird.
Nach Berechnungen der Vereinten Nationen fehlen jährlich etwa 16 Milliarden US-Dollar, damit jedes Kind einen Platz in der Grundschule hat. Deshalb müssen sowohl die Geber- als auch die Entwicklungsländer jetzt umso dringender in Bildung für Kinder investieren. UNICEF fordert, dass Deutschland dabei international Vorreiter wird und deutlich mehr finanzielle Mittel für den Ausbau der Grundbildung für Kinder in besonders benachteiligten Ländern bereitstellt.
Mit dem Aktionstag am 16. Juni will UNICEF dem Recht auf Bildung für jedes Kind Nachdruck verleihen. Als gemeinsames Symbol des fehlenden Platzes im Klassenzimmer dient bei den Aktionen ein leerer Schulstuhl. Eine interaktive Karte aller 103 Aktionen steht im Internet unter www.unicef.de/aktionen_karte.html.
Hier einige Beispiele:
UNICEF und das Bildungsprogramm „Schulen für Afrika“
2004 hat UNICEF gemeinsam mit der Nelson-Mandela-Stiftung und der Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts das Bildungsprogramm „Schulen für Afrika“ gestartet. Seitdem haben mit Hilfe vieler Spender aus Deutschland 3,6 Millionen Kinder einen guten, kinderfreundlichen Platz in der Schule erhalten. UNICEF hilft, verfallene Klassenräume wieder herzurichten oder neue zu bauen. Die Dorfgemeinschaft fasst mit an und engagiert sich für die Instandhaltung. UNICEF sorgt für sicheres Trinkwasser sowie einfache Latrinen an den Schulen. Um Kinder vor Krankheiten zu schützen, werden Hygieneregeln gelehrt. UNICEF versorgt Schüler und Lehrer mit Büchern, Heften und Lehrmaterial und stellt Bänke und Tafeln für die Klassenzimmer bereit. UNICEF schult die Lehrer, damit sie ihren Unterricht kindgerechter gestalten und besser auf die Kinder eingehen. Schulleiter erhalten Hilfe, um den Schulbetrieb gut zu organisieren.
Mehr Infos zur Bildungskampagne www.schulenfuerafrika.de
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die UNICEF-Pressestelle, Helga Kuhn
0221/93650-234 oder -315, E-Mail: presse(at)unicef.de.
Mehr Informationen auch unter www.unicef.de
