12. März 2010
Sexueller Missbrauch von Kindern ist ein schweres Verbrechen, das für die Betroffenen ein Leben lang schweres Leid bedeutet. Das jetzt bekannt werdende Ausmaß solcher Taten in Internaten, Heimen und Schulen in Deutschland und die lange Jahre herrschende Kultur des Verschweigens sowie die Unsicherheit im Umgang mit Beschwerden sind erschreckend.
„Die aktuelle Diskussion muss als Chance genutzt werden, um die Sensibilität für Kinderschutz in diesen Institutionen, in Familien und in der Gesellschaft insgesamt zu erhöhen. Jedes Opfer, jede Beschwerde von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen muss ernst genommen und überprüft werden. Der Schutz der Kinder muss verbessert werden. Die Opfer brauchen Gehör, Gerechtigkeit und Hilfe“, sagte Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin von UNICEF Deutschland.
Sexueller Missbrauch von Kindern kommt in allen Lebensbereichen vor. Da er im Verborgenen geschieht und die Betroffenen von den Tätern zum Schweigen gedrängt werden, ist das tatsächliche Ausmaß nur schwer zu erfassen. Nach der von UNICEF unterstützten ersten UN-Studie zu Gewalt gegen Kinder werden weltweit rund 150 Millionen Mädchen und Jungen zum Geschlechtsverkehr gezwungen.
Es ist bekannt, dass die weitaus meisten Täter aus dem Nahumfeld der Kinder, vor allem der Familie und Verwandtschaft stammen. Aber auch alle Einrichtungen, in denen Kinder lernen, spielen oder leben, sind Orte, in denen sexuelle Übergriffe auf Kinder stattfinden können.
Anlässlich der aktuellen Diskussion in Deutschland weist UNICEF auf folgende Punkte hin:
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