10. August 2010

Aufnahme aus der Luft: Gebäude und ganze Dörfer stehen komplett unter Wasser. Die Provinz Khyber-Pakhtunkhwa im Nordwesten Pakistans ist von den Überschwemmungen am schlimmsten betroffen. Foto: UNICEF/Mogwanja

Nach den schweren Überschwemmungen liegen verletzte, kranke und tote Tiere am Straßenrand. Foto: UNICEF/ZAK

Ein Mädchen sitzt auf einer Liege in einem provisorischen Notlager in dem Dorf Jala Bela im Nordwesten Pakistans. 80 Prozent der Häuser im Dorf wurden von den Wassermassen zerstört. Foto: UNICEF/ZAK

UNICEF sorgt in den betroffenen Gebieten für sauberes Trinkwasser. In dem Dorf Jala Bela verteilen Hilfskräfte das Trinkwasser aus UNICEF-Tankwagen an die Bevölkerung. Foto: UNICEF/ZAK

UNICEF verteilt Eimer, in denen Trinkwasser transportiert werden kann. Zusätzlich stellt UNICEF Hygiene-Kits in Taschen zur Verfügung, um der Übertragung von Krankheiten vorzubeugen. Foto: UNICEF/ZAK

Ein Gesundheitshelfer verteilt UNICEF-Eimer und Hygiene-Kits im Dorf Jala Bela. UNICEF unterstützt mobile Gesundheitsteams, die die Menschen mit Wasserreinigungstabletten und Medikamenten gegen Durchfall versorgen. Foto: UNICEF/ZAK

Die achtjährige Amreen spült Geschirr mit Regenwasser in ihrem Dorf Khwas Koorona im Norwesten Pakistans. Die Trümmer hinter ihr sind alles, was von ihrem Zuhause übrig geblieben ist. Foto: UNICEF/Zaidi

Viele Familien haben alles verloren. Ihr letztes Hab und Gut bringen sie auf Wagen in Sicherheit. Foto: UNICEF/Zaidi

In vielen Gebieten sind die Wassermassen zurückgegangen. Was bleibt, sind Trümmer, Schlamm und die Bedrohung durch Seuchen und Krankheiten. Foto: UNICEF/Zaidi

Dort, wo das Wasser noch nicht abgelaufen ist, ist die Seuchengefahr sehr groß. Ein Junge schläft in den Überresten seines Hauses, wo das Wasser noch kniehoch steht. Foto: UNICEF/Zaidi
Die sich ausweitende Überschwemmungskatastrophe in Pakistan bringt immer mehr Kinder in Gefahr. UNICEF schätzt die Zahl der betroffenen Mädchen und Jungen mittlerweile auf sechs Millionen. Der Mangel an sauberem Trinkwasser und die schlechten hygienischen Bedingungen durch überschwemmte Latrinen und Tierkadaver bringen Kinder in Lebensgefahr. „Das größte Gesundheitsrisiko für Kinder in den überschwemmten Gebieten ist Durchfall“, sagt Mohammed Cissé, Leiter des UNICEF-Gesundheitsprogramms in Pakistan. „Besonders sorgen wir uns um Kinder, die mit ihren Familien jetzt in Notunterkünften Zuflucht suchen. Für sie sind leicht übertragbare Infektionskrankheiten wie Masern eine ernste Gefahr. Kinder, die an Durchfall erkranken, können sehr schnell an innerer Austrocknung sterben. UNICEF plant deshalb in dieser Woche 4,2 Millionen Dosen Zucker-Salz-Mischung sowie Zink zur Behandlung von Durchfall bereitzustellen. Um der Ausbreitung von Masern vorzubeugen, plant UNICEF die lokalen Gesundheitsbehörden bei Impfungen zu unterstützen.
UNICEF unterstützt aktuell mobile Gesundheitsteams, die allein in Dörfern im Swat-Tal bislang mehr als 6.400 Menschen mit Zucker-Salz-Mischungen, Moskitonetzen und Tabletten zur Wasserreinigung versorgt haben. Auch in weiteren Regionen konnten mobile Teams bereits tausende Menschen notdürftig gesundheitlich versorgen. In Peschawar, Charsadda und Nowshera haben Impfungen bereits begonnen. Mehr als 3.500 Kinder sind bereits gegen Masern geschützt.
UNICEF versorgt gegenwärtig mehr als 830.000 Menschen mit Trinkwasser, darunter mehr als 500.000 Kinder. In den Regionen Swat, Kohat, Charsadda, Nowshera, Batkhela, Timergara, Matta und Peschawar werden über 100 Brunnen repariert, Tankwagen und Materialen zur Wasseraufbereitung bereitgestellt. UNICEF verteilt Wasserkanister, Hygieneartikel und Seife sowie Zusatznahrung für Kinder und klärt die obdachlosen Familien über die Gesundheitsrisiken auf. Dabei arbeitet UNICEF auch mit lokalen Radiosendern zusammen.
UNICEF arbeitet in Pakistan seit vielen Jahren in allen von der Naturkatastrophe betroffenen Gebieten und verfügt über ein großes Netz lokaler Partner. Die außerordentlich großen Zerstörungen durch die Naturkatastrophe treffen eine sehr arme Bevölkerung. Die langfristigen Folgen sind bislang noch kaum absehbar. Allein für die Soforthilfe werden mehr als 47 Millionen US-Dollar benötigt, erst ein Drittel davon steht zur Verfügung.
UNICEF ruft zu Spenden für die Flutopfer auf:
Spendenkonto: 300.000
Bank für Sozialwirtschaft Köln BLZ 370 205 00
Fotos und TV-Material aus dem Notstandsgebiet stellen wir gern zur Verfügung. Kontakt: UNICEF-Pressestelle, Helga Kuhn, 0221/93650-234 oder -315, E-Mail: presse(at)unicef.de
