20. August 2010
Während die UN-Generalversammlung in New York fortgesetzt wird, erneuert UNICEF Deutschland seinen Spendenappell für die Not leidenden Kinder in Pakistan. 3,5 Millionen Kinder sind auf Hilfe zum Überleben angewiesen. Mehr als eine Million Mädchen und Jungen unter drei Jahren brauchen dringend Zusatznahrung. Hunderttausende Menschen leiden bereits an Krankheiten wie Durchfall, Atemwegsentzündungen und Hautausschlägen. Trotz extremer Bedingungen verstärkt UNICEF seine Nothilfe weiter und versorgt mittlerweile 1,5 Millionen Menschen mit sauberem Trinkwasser. UNICEF bringt Medikamente und große Mengen mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte Erdnusspaste in das Notstandsgebiet, die an mangelernährte Kinder verteilt wird. Tausende Kinder in den Auffanglagern erhalten Impfschutz gegen gefährliche Infektionskrankheiten wie Masern.
„Diese Katastrophe hat viel größere Ausmaße als bislang befürchtet“, sagte der Vorsitzende von UNICEF Deutschland Jürgen Heraeus. „Millionen Kinder leiden, weil sie kein sauberes Wasser und nicht genug zu essen haben. Viele von ihnen sind in akuter Lebensgefahr. Wir müssen alles tun, um eine Welle des Todes nach der Flut zu verhindern.“
Heraeus dankte den Bundesbürgern für ihre große Hilfsbereitschaft. UNICEF Deutschland hat bereits mehr als 1,6 Millionen Euro private Spendengelder gesammelt, die sofort für die Nothilfe bereitstehen. Aufgrund der verheerenden Verwüstungen werden jedoch dringend weitere Spenden benötigt. Ein Fünftel des Landes steht derzeit unter Wasser und im Süden Pakistans steigen die Wasserpegel weiter. Durch zerstörte Straßen und Brücken sind auch im Nordwesten des Landes viele hilfsbedürftige Menschen nur per Hubschrauber zu erreichen. Mehr als 5.600 Schulen wurden zerstört oder schwer beschädigt, fast 5.000 weitere Schulgebäude dienen derzeit als Notaufnahmelager.
UNICEF arbeitet seit 1948 in Pakistan und ist derzeit mit rund 300 Mitarbeitern in allen Regionen des Landes präsent. UNICEF koordiniert federführend die Hilfe in den Bereichen Wasserversorgung, Ernährung und Kinderschutz.
Die von der internationalen Gemeinschaft bereitgestellten Mittel reichen für die großen Herausforderungen noch immer nicht aus. Zu Beginn der Flutkatastrophe hatte UNICEF die für die Soforthilfe benötigten Mittel auf 47,3 Millionen US-Dollar geschätzt. Diese Summe wird jedoch bei weitem nicht ausreichen. UNICEF geht jetzt davon aus, dass ein Vielfaches benötigt wird.
UNICEF ruft dringend zu Spenden für die Flutopfer auf:
Spendenkonto: 300.000
Bank für Sozialwirtschaft Köln BLZ 370 205 00
Fotos und TV-Material aus dem Notstandsgebiet stellen wir gern zur Verfügung.
UNICEF-Pressestelle
Helga Kuhn
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