Am 11. Dezember 1946 wurde UNICEF gegründet. Anlässlich des 60. Geburtstags können Sie hier sendefähige Radiobeiträge herunterladen:
UNICEF ist ein Kriegskind, geboren aus den Trümmern des Zweiten Weltkrieges. Joachim Fuchberger, vielen besser bekannt als "Blacky Fuchsberger", ist schon seit 1984 UNICEF-Botschafter. Der knapp 80jährige Schauspieler und Talkmaster erinnert sich noch gut an die Not, die zur Gründungszeit von Unicef in den vierziger Jahren hierzulande herrschte:
"Die Zeit ist leider zu schnell vergessen. Man sollte sich heute ein bisschen mehr daran erinnern, wenn wir gefordert sind Menschen in der ganzen Welt zu helfen, was wir damals empfunden haben als man uns geholfen hat, gegen alle Erwartungen. Schlimm ist an der ganzen Geschichte für mich nur, dass sich nach so vielen Jahren, nach Jahrzehnten im Grunde genommen die Situation nicht gewaltig zum Besseren geändert hat."
Vor 60 Jahren, am 11. Dezember 1946 gründeten die Vereinten Nationen auf ihrer ersten Vollversammlung ihr Kinderhilfswerk. Eigentlich, so war es damals bei der Gründung geplant, sollte es die Organisation heute gar nicht mehr geben. Ursprünglich nämlich hatte UNICEF nur Aufgabe, den hungernden und leidenden Kinder im verwüsteten Europa zu helfen. Auf dem Höhepunkt der Nach-Kriegs-Hilfe erhielten jeden Tag sechs Millionen Kinder in Europa Milch und Lebertran von UNICEF. Doch schon ab den 50er Jahren erstreckten sich die Hilfsprogramme dann auch auf die Entwicklungsländer. Riesige Kampagnen gegen Malaria, Tuberkolose und Lepra wurden gestartet. Heute ist UNICEF die bekannteste Kinderrechtsorganisation der Welt:
"Es ist für mich immer noch unverständlich, warum solche Organisationen wie UNICEF und viele andere sich sehr viel mehr um die wirklich ganz gravierenden Probleme der Menschen auf dieser Welt kümmern und die Politik relativ wenig."
Deshalb ist UNICEF heute ebenso wichtig wie vor 60 Jahren: 7.000 UNICEF-Mitarbeiter setzen sich in 160 Ländern für die Rechte der Kinder ein. Sie kämpfen gegen Hunger, Armut, Not und Krankheit - auf der ganzen Welt. Hinzu kommt der ehrenamtliche Einsatz zahlreicher UNICEF Botschafter wie Peter Ustinov, Audrey Hepbrun, Popstar Shakira oder eben Blacky Fuchsberger. So unterschiedlich die Herkunft der Botschafter ist, so eindeutig ist ihr Ziel:
"Dass man endlich begreift, die Entwicklung auf unserer Erde, dass wir ohne die Kinder in dieser Welt einfach keine Zukunft haben und dass mit dem, was da heranwächst in vielen Gebieten unserer Erde, dass es ein Zufall ist, dass viele überleben, dass sie durchkommen durch die hygienischen Zustände in vielen Teilen unserer Welt."
1965 erhielt UNICEF für dieses Engagement den Friedensnobelpreis - als erste Organisation überhaupt. Im Lauf der Jahre hat sich die Arbeit des Hilfswerks sehr gewandelt. Stand in den 70er und 80er Jahren zum Beispiel der Kampf gegen Krankheiten wie Durchfall oder Masern im Mittelpunkt, geht es inzwischen um die Rechte eines jeden Kindes: Auf Überleben, Bildung, Schutz vor Mißbrauch und Gewalt. Dabei hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen stets auf politische Unabhängigkeit geachtet.
"UNICEF ist etwas, was sich einen unzerstörbaren Ruf erarbeitet hat und darauf bin ich - was heißt stolz - idiotisch, ich habe ja nur ganz wenig dafür getan - es ist wunderschön. Und es ist eines der bekanntesten Organisationen in dieser Welt und sicherlich eine der wichtigsten im Verband der Vereinten Nationen."
Zum 60 Geburtstag hat gratuliert Joachim Fuchsberger auf seine Art:
"Ich wünsche UNICEF dass eine Zeit kommt in der es UNICEF nicht mehr braucht. Denn dann wäre die Not in der Welt, gegen die UNICEF angeht, die wäre dann vorbei. Das ist allerdings - ja das ist Wolkenkukucksheim. Ich wünsche UNICEF, dass das Leid und die Not in unserer Welt nicht immer weiter geht und immer weiter geht. Aber ich wünsche UNICEF auf der anderen Seite dass die Menschen, die UNICEF helfen, anderen Menschen zu helfen, dass die nicht nachlässt."
UNICEF Deutschland
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