
In Burundi erlebt jedes fünfte Kind seinen fünften Geburtstag nicht. Jeden Tag sterben rund 200 Kinder unter fünf Jahren - die Haupttodesursachen sind Malaria, Lungenentzündung und Durchfallerkrankungen. Die medizinische Versorgung für Kinder und schwangere Frauen ist in vielen Teilen des zentralafrikanischen Landes extrem schlecht. Und die verbreitete Mangelernährung macht die Kinder noch anfälliger für gefährliche Infektionen. UNICEF hat ein umfassendes Paket von Maßnahmen geschnürt, um Kinder und werdende Mütter besser zu versorgen. So schult UNICEF Gesundheitspersonal, Hebammen sowie freiwillige Helfer und stattet sie mit Medikamenten und medizinischen Geräten aus.
Das dicht besiedelte Burundi ist eines der ärmsten Länder der Welt: 80 Prozent der Einwohner müssen mit umgerechnet weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Die Bevölkerung leidet unter den Folgen eines langen Bürgerkriegs, der erst 2006 endete. Jedes zweite Kind ist chronisch mangelernährt, seine Abwehrkräfte damit häufig geschwächt. Die seit Oktober 2007 stark gestiegenen Preise für Lebensmittel und Treibstoff haben die Lage der Familien nochmals verschärft. Auch die medizinische Versorgung ist oft mehr als unzureichend - besonders während Schwangerschaft und Geburt: Landesweit gibt es im Schnitt für 20.000 Menschen nur einen Arzt. Und bei drei von vier Geburten steht keine ausgebildete Helferin der Mutter bei. Auf 1.000 Geburten gerechnet sterben sechs werdende Mütter.
Für die meisten Todesfälle bei Kindern sind Krankheiten verantwortlich, die vermeidbar oder leicht behandelbar wären. Doch die Gesundheitshelfer wissen oft nicht, wie sie ein erkranktes Kind richtig behandeln. So erhält beispielsweise bei Zeichen von Lungenentzündung nur etwa jedes vierte Kind wirksame Medikamente. Auch den Eltern fehlt es häufig an Grundwissen: Jede zweite Frau ist nie zur Schule gegangen und weiß kaum etwas darüber, dass beispielsweise gute Hygiene ein wichtiger Baustein zum Schutz vor Durchfallinfektionen und Mangelernährung ist. Seit 2000 konnte UNICEF mit einfachen Maßnahmen bereits dazu beitragen, die Kinder- und Müttersterblichkeitsraten deutlich zu senken: Im Jahr 2000 starben beispielsweise pro 1.000 Geburten noch acht schwangere Frauen. Das ist bereits eine Verbesserung um 25 Prozent - doch weitere Hilfe ist dringend nötig.
UNICEF wird die Spenden aus Deutschland in der Provinz Muyinga im Nordosten von Burundi einsetzen. Hier ist die Gesundheitsversorgung der Kinder besonders schlecht. UNICEF will mit seinem Programm rund 115.000 Kinder unter fünf Jahren sowie 30.000 schwangere Frauen erreichen.
UNICEF hilft, die Mitarbeiter der 32 Gesundheitsstationen von Muyinga zu schulen. Sie lernen beispielsweise, akute und damit lebensbedrohliche Mangelernährung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Für die Therapie der Kinder stellt UNICEF Medikamente und kalorienreiche Spezialmilch bereit. Zweimal jährlich unterstützt UNICEF breit angelegte Gesundheitstage. Hier werden die Mädchen und Jungen geimpft und erhalten Vitamin-A-Tabletten, die ihre Abwehrkräfte stärken.
UNICEF will 500 freiwillige Helfer aus den Dörfern darin schulen, die häufigsten Krankheiten bei Kindern zu erkennen und richtig zu behandeln. Die Helfer besuchen Familien mit kranken Kindern zu Hause und können direkt helfen. Sehr wichtig sind die Helfer aber auch für die Aufklärungsarbeit: Sie informieren die Familien darüber, dass Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten die beste Ernährung ist. Sie erklären, wie man sich mit einem Moskitonetz vor Malaria schützt. Und sie kontrollieren regelmäßig Größe und Gewicht der Kinder. UNICEF stellt den Helfern jeweils eine Grundausstattung mit Medikamenten wie Zucker-Salz-Lösung gegen Durchfall und Antibiotika sowie eine Babywaage und ein Atmungs-Messgerät zur Verfügung.
UNICEF schult ausgewählte Hebammen in Muyinga, damit sie Risikoschwangerschaften frühzeitig erkennen und gut betreuen können. UNICEF stellt wichtige medizinische Geräte für Kreißsäle bereit. Dazu gehören Stethoskope, Thermometer, Scheren, Skalpelle für Kaiserschnitte und weiterer Bedarf für die Geburtshilfe. So soll es gelingen, die Zahl der Todesfälle bei Schwangeren deutlich zu senken.
Helfen Sie mit, Kinder vor Krankheiten zu schützen - durch eine gute medizinische Grundversorgung. Danke!
Für Burundi spendenUNICEF Deutschland
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln
Im UNICEF-Spendenshop spenden Sie ganz konkrete Hilfsgüter - zum Beispiel Malaria-Tabletten.
