Wat Norea in der Provinzhauptstadt Battambang ist ein Vorbild in der Gemeindearbeit mit von Aids betroffenen Familien. Der buddhistische Mönch Muny Van Saveth begann seine Arbeit im Jahr 2000 – unterstützt von
UNICEF und anderen Partnern. „Ich wollte buddhistische Geistliche ausbilden, die in ihrem Dorf ganz praktische Arbeit leisten“, so Muny Van Saveth – Arbeit, die an keine Konfession gebunden sein sollte. Der Einsatz der Mönche kommt zum Beispiel der sechs Monate alten Les Athy zugute. Ihr Vater hatte die Familie früh verlassen, ihre HIV-positive Mutter war drei Wochen nach der Geburt gestorben. „Die Kleine wog nur 800 Gramm und wäre fast gestorben“, sagt ihre Großmutter Soh Mas, die das Mädchen aufgenommen hat. Mit Unterstützung durch UNICEF kümmern sich jetzt buddhistische Mönche regelmäßig um die beiden. „Ich bin schon mehrmals gefragt worden, ob ich Les Athy zur Adoption freigebe“, sagt die Großmutter. „Aber das kommt nicht in Frage.“ Die Arbeit der Mönche hat auch im Dorf viel verändert: So hat sich Soh Mas’ Schwiegertochter jetzt endlich dazu überwunden der Familie mitzuteilen, dass auch sie HIV-positiv ist.