
„In Thailand kann Vanny als Hausmädchen arbeiten und viel Geld verdienen“, versprach die Frau aus dem Dorf. 3.000 Baht, das sind etwa 75 Euro, sollte die 17- Jährige aus Kambodscha verdienen – für die arme Familie vom Land war das viel Geld. Schließlich willigten Vanny und ihre Mutter ein.
Doch kaum in Bangkok angekommen, verkaufte die angebliche Gönnerin Vanny an ein Bordell. Hier musste sie jeden Tag Kunden bedienen, zwei Monate lang wurde sie vergewaltigt und misshandelt. Schließlich schaffte es Vanny, einen Brief nach Hause zu schreiben. Ihre Mutter fuhr sofort nach Bangkok und es gelang ihr, Vanny auszulösen.
Heute lebt das Mädchen in einem von UNICEF unterstützten Rehabilitationszentrum. Sie wird von Sozialarbeitern betreut, lernt Nähen und besucht Englischkurse. Die Mitarbeiter des Zentrums halfen auch, die Kinderhändlerin aus dem Dorf zu finden und sie von der Polizei festnehmen zu lassen. Sobald Vanny zurück nach Hause kann, will sie in ihrem Dorf einen eigenen kleinen Schneiderbetrieb eröffnen.