
Über ein Jahr lang hatte Lays Familie ihr Stück Land ohne Zwischenfälle bestellt. Doch als der Elfjährige eines Tages beim Jäten half, zerfetzte eine Minenexplosion seine Beine. Im Krankenhaus wurde sein rechter Unterschenkel sofort amputiert. Nach zwei Monaten stand fest, dass auch das linke Bein nicht mehr zu retten war. „Lay tat mir so leid, als er nach der zweiten Amputation aufwachte und einfach aus dem Bett springen wollte“, erzählt sein Vater. „Er hatte völlig vergessen, dass er nicht mehr laufen kann.“ Lay konnte auch nicht mehr zur Schule gehen: Für seinen Rollstuhl war der Schulweg zu weit und zu hügelig.
Doch schließlich fand Lay Hilfe: Eine von UNICEF unterstützte Hilfsorganisation stellte dem Jungen Prothesen zur Verfügung und brachte ihm das Laufen damit bei. Für den Schulweg bekam er ein Fahrrad. Langsam und vorsichtig lernte Lay, damit trotz seiner Behinderung zu fahren – mittlerweile ist er auch mit Prothesen so geschickt im Fahrradfahren, dass er sogar seinen Vater auf dem Gepäckträger mitnehmen kann.
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