
Krankheiten wie Malaria und Masern bedrohen in Kenia das Leben vieler Kinder. Besonders anfällig für Infektionen sind mangelernährte Mädchen und Jungen. Auf dem Land sind die Wege zur nächsten Gesundheitsstation weit, es fehlt an Medikamenten und ausgebildeten Helfern. Viele Familien können sich zudem den Arztbesuch nicht leisten - jeder zweite Kenianer lebt unterhalb der Armutsgrenze. Besonders schwierig ist die Situation der Kinder in der Region Kwale. Gemeinsam mit dem Unternehmen Deutsche Post World Net hilft UNICEF hier, Kinder vor Krankheiten zu schützen. UNICEF impft die Mädchen und Jungen gegen Masern und Polio, stellt den Familien Moskitonetze zur Verfügung und unterstützt die Ausbildung von Gesundheitshelfern. Deutsche Post World Net stellt logistisches Fachwissen zur Verfügung und hilft beim Transport der Hilfsgüter vor Ort.
In Kenia stirbt bis heute jedes achte Kind vor seinem fünften Geburtstag. Allein an Malaria sterben jedes Jahr 34.000 Mädchen und Jungen unter fünf Jahren - das sind fast 100 Kinder pro Tag. Übertragen wird der Erreger durch die Anopheles-Mücke, die in Kenia vor allem an der Küste und in der Nähe der Seen heimisch ist. Kwale im Süden Kenias ist eines der besonders gefährdeten Gebiete. Typische Symptome der Malaria sind Kopf- und Muskelschmerzen sowie Erschöpfung. Besonders bei Kleinkindern können heftige Fieberschübe schnell zum Koma und schließlich zum Tod führen. Ohne Behandlung kann ein Kind mit akuter Malaria innerhalb von 24 Stunden sterben. Arme Familien sind der Malaria oft schutzlos ausgeliefert. Sie haben kein Geld für ein schützendes Moskitonetz oder wirksame Medikamente. Oft wissen sie auch einfach nicht, wie sich die Krankheit erkennen und behandeln lässt.
Jeder dritte Säugling in Kenia wird nicht ausreichend geimpft. Infektionskrankheiten wie Masern, Tetanus und Polio bedrohen ihr Leben. Masern sind hoch ansteckend und verlaufen bei geschwächten Kindern in Entwicklungsländern oft lebensbedrohlich. Der Tetanus-Erreger ist in Kenia weit verbreitet. Und auch Impfschutz vor Kinderlähmung bleibt wichtig. Denn in vielen Nachbarländern Kenias ist der Polioerreger noch immer nicht ausgerottet, ohne regelmäßiges Impfen droht er auch in Kenia wieder eingeschleppt zu werden. Chronische Mangelernährung macht viele Kinder besonders anfällig für Infektionskrankheiten - in Kenia ist jedes fünfte Kind untergewichtig. Auch Wurm- und Durchfallerkrankungen schwächen die Abwehrkräfte. Meist ist verschmutztes Trinkwasser dafür verantwortlich: Allein in Kwale haben drei Viertel aller Menschen keinen Trinkwasseranschluss und sind auf Wasser aus Tümpeln oder ungeschützten Reservoirs angewiesen.
UNICEF hilft, rund 315.000 Kinder in entlegenen Dörfern und Siedlungen der Region Kwale medizinisch zu betreuen. Ausgestattet mit Medikamenten und Geräten von UNICEF, fahren Mitarbeiter der Gesundheitsstationen regelmäßig in die Dörfer. Sie impfen die Kinder gegen Masern, Tetanus, Polio und weitere Infektionskrankheiten - oft im Rahmen mehrtägiger Impfkampagnen oder regionaler „Gesundheitstage“. UNICEF stellt Kühlschränke für die Stationen sowie isolierte Transportboxen bereit, damit die Impfstoffe wirksam bleiben. Die Kinder erhalten Entwurmungstabletten sowie Vitamin A zur Stärkung. Kleinere Erkrankungen und Verletzungen behandeln die Helfer direkt. Auch regelmäßiges Messen und Wiegen gehören zum Versorgungspaket - so lässt sich Mangelernährung rechtzeitig erkennen und behandeln.
UNICEF versorgt die Familien in Kwale kostenlos mit Moskitonetzen, die mit Insektiziden langzeitimprägniert sind. So können die Kinder vor einer Malaria-Infektion geschützt schlafen. Die Insektenschutzmittel sind für sie völlig ungefährlich. UNICEF verteilt die Netze über die Gesundheitsstationen. Sie dienen auch als zusätzliche Motivation für die Familien, ihre Kinder zum Impfen zu bringen.
UNICEF hilft, 100 Gesundheitshelfer und Mitarbeiter der Lokalbehörden weiterzubilden. Sie erfahren, wie sich die gefährlichsten Kinderkrankheiten erkennen und behandeln lassen. Vermittelt wird den Fachleuten auch, wie sie große Impfkampagnen gut vorbereiten und umsetzen. Damit während der Gesundheitstage und Impfaktionen möglichst alle Familien erreicht werden, wirbt UNICEF dafür mit Postern, im Radio und bei Versammlungen in den Dörfern.
Helfen Sie mit, Kinder vor Krankheiten zu schützen - durch eine gute medizinische Versorgung. Danke!
Für Kenia spenden