Mädchen und Frauen leiden unter dem Krieg im Kongo besonders. Alle Milizen setzen Vergewaltigung gezielt als Waffe ein, um Dorfbewohner einzuschüchtern oder für die Unterstützung der Feinde zu „bestrafen“. Ehemänner, Väter und Kinder werden gezwungen, den Vergewaltigungen zuzusehen. Immer wieder werden Frauen verschleppt und über lange Zeit missbraucht – viele kehren nie zurück. Schon sehr junge Kinder und alte Frauen werden Opfer der Vergewaltigungen. Eine Strafe müssen die Täter kaum fürchten. Im Gegenteil: Militärische Führer gewähren ihren Kämpfern als Lohn alle Freiheiten, Dörfer zu plündern und die Frauen zu überfallen. Die Folgen sind verheerend: Viele Mädchen und Frauen sterben in Folge der Gewalt. Andere werden schwanger und müssen damit rechnen, in ihren Dörfern ausgegrenzt zu werden. AIDS ist eine weitere Gefahr: In einem Krankenhaus in Bukavu war etwa jedes viertes Opfer einer Vergewaltigung mit HIV infiziert