
Zum Dorf Kachiwanda nahe Malawis Hauptstadt Lilongwe gehören 65 kleine, grasbewachsene Hütten - und etwa 300 Kinder. Monica Daisoni ist eines von ihnen. Die Eltern der Neunjährigen starben vor fünf Jahren kurz hintereinander - „an einer langen Krankheit“, wie die Großmutter sagt, bei der Monica jetzt lebt. Das Wort Aids wagt im Dorf kaum jemand offen auszusprechen. Die tödliche Krankheit gilt als selbst verschuldete Strafe. Die meis-ten Bewohner wissen nicht, ob sie selbst HIV-positiv sind.
Monica ist eine gute Schülerin. Aber sie schafft es nicht jeden Tag zum Unterricht, der fünf Kilometer entfernt in der Malili-Schule stattfindet. „Manchmal bin ich einfach zu hungrig für den Schulweg“, sagt Monica. „Und ich schäme mich, weil ich nur ein abgetragenes Kleid zum Anziehen habe.“ UNICEF unterstützt in der Malili-Schule rund 40 Waisen wie Monica, damit sie weiter zur Schule gehen können. UNICEF stellt Schulmaterial bereit, hat den Brunnen der Gemeinde repariert und plant den Bau zusätzlicher Klassenräume. Denn der Schulbesuch verbessert nicht nur die Chancen der Waisen, ihren Lebensunterhalt später selbst bestreiten zu können. Der Austausch mit Gleichaltrigen und den Lehrern hilft ihnen auch, über den Tod ihrer Eltern hinwegzukommen.
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