Mali liegt in der Sahelzone: Über mehr als die Hälfte des Landes erstreckt sich die Wüste Sahara. Beinahe jedes fünfte Kind übersteht seine ersten fünf Lebensjahre nicht. Fast 800.000 Kinder erhalten keinen Unterricht. Jedes dritte Kind wird nicht eingeschult. Und nur jedes vierte eingeschulte Kind schließt die Grundschule auch erfolgreich ab. Besonders Kinder aus Nomadenfamilien sowie behinderte Kinder und Straßenkinder sind benachteiligt.
Dank der Aktion „Schulen für Afrika“ konnte UNICEF neue Schulmöbel für 126.600 Kinder in Mali bereitstellen. Außerdem hat UNICEF 90 Klassenräume und 30 Schulen instand gesetzt oder neu gebaut. 60 Schulen erhielten erstmals Latrinen oder Toiletten für Mädchen und Jungen. Das fördert vor allem den Schulbesuch der Mädchen: Viele von ihnen hatten früher mit Beginn der Pubertät die Schule verlassen. Ihnen war es unangenehm, während ihrer Periode keine Toilette zu haben.
Um den Unterricht und das Leben in der Schule möglichst interaktiv zu gestalten, hat UNICEF außerdem die Fortbildung von 2.820 Lehrer und Schulleitern ermöglicht. Die Lehrkräfte unterstützen nun zum Beispiel die Gründung von Schulclubs und beteiligen die Kinder stärker an Entscheidungen.
UNICEF hilft, in ausgewählten Regionen im Süden Malis zusätzliche Klassenräume zu bauen oder instand zu setzen und stattet sie mit Tischen, Bänken und Tafeln aus. Auch der Bau von Schulbrunnen, Latrinen und einfachen Spielplätzen gehört dazu. Zusätzlich bildet UNICEF die Lehrer in modernen Unterrichtsmethoden aus.
Jedes Kind hat das Recht auf Bildung. Doch in den Ländern Afrikas südlich der Sahara geht bis heute etwa jedes dritte Kind nicht zur Schule. Viele Familien sind zu arm, um das Schulmaterial für ihre Kinder zu bezahlen. Besonders auf dem Land sind die Schulen oft überfüllt, schlecht ausgestattet oder einfach zu weit entfernt. Und es fehlt an qualifizierten Lehrern. Die Aids-Epidemie verschärft die Situation. UNICEF, die Nelson-Mandela-Stiftung und die Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts haben deshalb die Aktion „Schulen für Afrika“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, für Kinder in insgesamt elf afrikanischen Ländern eine gute Grundbildung sicherzustellen. UNICEF unterstützt hier den Bau zusätzlicher Klassenzimmer, stellt Schulmaterial bereit und schult die Lehrer. Ziel ist es, dass alle Schulen „kinderfreundlich“ werden.
Mehr Informationen finden Sie auf der Kampagnenseite www.schulenfuerafrika.de.