
Gerade in den sehr armen ländlichen Regionen Mosambiks gehen noch immer viele Kinder überhaupt nicht zur Schule, landesweit sind es 660.000 Jungen und Mädchen. Es gibt zu wenig Schulen, viele Kinder auf dem Land müssen früh zum Lebensunterhalt beitragen. Nicht einmal jedes zweite Kind schließt die Grundschule ab. Besonders Mädchen sind benachteiligt. Mehr als Jungen leiden sie darunter, dass viele Schulen nicht einmal über Toiletten verfügen. Viele Mädchen werden auch früh verheiratet und müssen die Schule verlassen, sobald sie schwanger sind.
In Mosambik startete UNICEF mit „Schulen für Afrika“ in der Provinz Zambezia. Mittlerweile erreicht das Programm 370.000 Kinder in sieben benachteiligten Provinzen. UNICEF hat an über 100 Schulen verfallene Klassenräume instand gesetzt. Brunnen wurden gebohrt und Latrinen eingerichtet. 7.000 Lehrer, Schulleiter und Mitglieder von Schulkomitees nahmen an Kursen teil - zum Beispiel, um Waisen besser zu betreuen. 220.000 Kinder erhielten Schulmaterial. UNICEF hat auch geholfen, an den Schulen medizinische Untersuchungen sowie Aids-Aufklärung einzuführen. 2008 wurden landesweit erstmals alle Kinder für die Schule angemeldet - ein wichtiger Fortschritt. Doch bis heute schließt nur jedes zweite Kind auch ab.
UNICEF plant, in den sieben Projektprovinzen alle Grundschulen „kinderfreundlich“ zu machen. Dazu gehören Bau und Instandsetzung von Klassenräumen sowie von Schulbrunnen und einfachen Latrinen. UNICEF wird außerdem helfen, Lehrer und Schulleiter auszubilden. Sie werden lernen, die Kinder stärker in den Unterricht einzubeziehen. Gemeinsam mit den Dorfbewohnern sollen sie sich auch dafür engagieren, Kinder vor Gewalt zu schützen und den Opfern zu helfen.
Jedes Kind hat das Recht auf Bildung. Doch in den Ländern Afrikas südlich der Sahara geht bis heute etwa jedes dritte Kind nicht zur Schule. Viele Familien sind zu arm, um das Schulmaterial für ihre Kinder zu bezahlen. Besonders auf dem Land sind die Schulen oft überfüllt, schlecht ausgestattet oder einfach zu weit entfernt. Und es fehlt an qualifizierten Lehrern. Die Aids-Epidemie verschärft die Situation. UNICEF, die Nelson-Mandela-Stiftung und die Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts haben deshalb die Aktion „Schulen für Afrika“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, für Kinder in insgesamt elf afrikanischen Ländern eine gute Grundbildung sicherzustellen. UNICEF unterstützt hier den Bau zusätzlicher Klassenzimmer, stellt Schulmaterial bereit und schult die Lehrer. Ziel ist es, dass alle Schulen „kinderfreundlich“ werden.
Mehr Informationen finden Sie auf der Kampagnenseite www.schulenfuerafrika.de.
Helfen Sie mit, dass Kinder gesund und sicher aufwachsen und zur Schule gehen können. Danke!
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