
„Was passiert mit unseren Herzen, wenn wir mit Kindern reden, die vergewaltigt wurden, die als Soldaten gekämpft haben, die sich prostituieren müssen?“ – Die Schauspielerin Katja Riemann hat UNICEF-Projekte in der Demokratischen Republik Kongo besucht. Im Osten des Landes herrscht hier noch immer Bürgerkrieg. Bewaffnete Milizen überfallen immer wieder Dörfer und setzen Vergewaltigungen gezielt als Waffe ein. In einem Reise-Tagebuch berichtet Katja Riemann über ihre Erlebnisse (mit freundlicher Genehmigung von Hörzu).
Auf dem Flug nach Kigali, Ruanda, denke ich an die beiden Filme, die ich über den 1994 geschehenen Völkermord der Hutu an den Tutsi gesehen habe, „Hotel Ruanda“ und „Shooting Dogs“. In wenigen Stunden werde ich dieses Land betreten. Doch keine Zeit zu verweilen. Von der Hauptstadt aus durchqueren wir mit dem Auto den Westen des zentralafrikanischen Staates in Richtung Demokratische Republik Kongo.
Ich sehe eines der schönsten Länder, das ich je sah … Unsere Gruppe ist klein: drei UNICEF-Mitarbeiter, ein Fotograf, ein Kameramann, ein Journalist. Was wird mich erwarten? Ja, ich habe über die desaströse Situation Afrikas gelesen, das 300 Jahre Kolonisierung auf dem Buckel hat, dessen Menschen und Schätze man noch immer plündert, und über den Kampf um Unabhängigkeit. Über die Kleptokratie, die räuberische Herrschaft vieler Diktatoren. Im Kongo war der Tyrann Mobutu bis 1997 an der Macht.
Angst? Nein. Doch was passiert mit unseren Herzen, wenn wir mit Kindern reden, die vergewaltigt wurden, die als Soldaten gekämpft haben, die sich prostituieren müssen oder im Gefängnis sitzen? Fahren wir in das Herz der Finsternis?
Helfen Sie mit, dass Kinder gesund und sicher aufwachsen und zur Schule gehen können. Danke!
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