In Niger gehen rund eine Million Kinder nicht zur Schule. Jedes zweite Kind wird überhaupt nicht eingeschult. Für Mädchen stehen die Chancen auf Schulbesuch sogar noch schlechter. Sie werden häufig früh verheiratet. Mädchen leiden auch besonders unter der Tatsache, dass es im Schnitt nur an jeder fünften Schule Latrinen gibt. Während rund 28 Prozent der erwachsenen Männer lesen und schreiben können, sind es nur 12 Prozent der Frauen.
In Niger konnten mit Hilfe der Spenden aus „Schulen für Afrika“ bisher 99 Klassenräume und 36 Schulen neu gebaut oder instand gesetzt werden. Rund 4.000 Kinder haben nun einen Platz zum Lernen. Außerdem hat UNICEF 30 Schulen mit sicheren Trinkwasserquellen ausgestattet. In 37 Schulen baute UNICEF sanitäre Anlagen für fast 3.000 Mädchen und Jungen.
Dank UNICEF konnten 2.832 Lehrer und Schulleiter an Fortbildungen teilnehmen. UNICEF organisiert aber auch eigene Bildungskurse für Mütter. Die Frauen achten gemeinsam darauf, dass alle Kinder aus dem Dorf zur Schule gehen und unterstützen benachteiligte Familien.
UNICEF hilft in ausgewählten Gemeinden, mehr Kinder in die Schulen zu bringen und die Schulen „kinderfreundlich“ zu machen. Dazu gehören Instandsetzung und Ausstattung von Klassenräumen, UNICEF stellt auch Schulmaterial bereit. Wichtig ist besonders die Zusammenarbeit mit den Eltern: So fördert UNICEF eigene Bildungskurse für die Mütter. Gemeinsam achten die Frauen darauf, welches Kind nicht zur Schule kommt, und bieten den Familien Hilfe an.
Jedes Kind hat das Recht auf Bildung. Doch in den Ländern Afrikas südlich der Sahara geht bis heute etwa jedes dritte Kind nicht zur Schule. Viele Familien sind zu arm, um das Schulmaterial für ihre Kinder zu bezahlen. Besonders auf dem Land sind die Schulen oft überfüllt, schlecht ausgestattet oder einfach zu weit entfernt. Und es fehlt an qualifizierten Lehrern. Die Aids-Epidemie verschärft die Situation. UNICEF, die Nelson-Mandela-Stiftung und die Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts haben deshalb die Aktion „Schulen für Afrika“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, für Kinder in insgesamt elf afrikanischen Ländern eine gute Grundbildung sicherzustellen. UNICEF unterstützt hier den Bau zusätzlicher Klassenzimmer, stellt Schulmaterial bereit und schult die Lehrer. Ziel ist es, dass alle Schulen „kinderfreundlich“ werden.
Mehr Informationen finden Sie auf der Kampagnenseite www.schulenfuerafrika.de.