Malawi ist eines der ärmsten und gleichzeitig am dichtesten besiedelten Länder Afrikas. Vor allem auf dem Land gibt es viel zu wenig Schulen: Die Klassen sind überfüllt und schlecht ausgestattet, häufig findet der Unterricht noch immer unter freiem Himmel statt. Drei Viertel aller Kinder brechen die Schule frühzeitig ab. Besonders schwierig ist die Situation für Waisen: In Malawi hat jedes achte Kind Mutter oder Vater verloren, häufig durch Aids.
In Malawi hat UNICEF bisher an mehr als 80 Schulen über 300 neue Klassenräume gebaut. An 35 Schulen wurden Räume renoviert. Mittlerweile 572 Schulen haben Bänke für die Kinder sowie Hefte, Stifte, Rechentafeln und Sportausrüstung erhalten - für über 300.000 Mädchen und Jungen. 2009 haben weitere 49 Schulen Trinkwasserbrunnen und Latrinen erhalten - damit sind es jetzt 72. Über 6.000 Lehrer haben an Kursen teilgenommen. In rund 250 Dörfern hat UNICEF Eltern-Lehrer-Komitees und Müttergruppen darin geschult, den Schulbetrieb zu unterstützen. UNICEF hat zudem erreicht, dass die Aids-Aufklärung jetzt fest im Lehrplan aller Grundschulen verankert ist. So erhalten 2,4 Millionen Kinder lebensrettende Informationen.
Ab 2010 hilft UNICEF, vor allem in den Provinzen Dedza, Lilongwe Rural, Blantyre Rural sowie Kasungu zusätzliche Klassenräume zu bauen. Auch Schulbrunnen und einfache Latrinen sollen hier entstehen. UNICEF plant zudem, Tausende weiterer Lehrer auszubilden und Hunderttausende Kinder mit Schulmaterial zu versorgen. Besonders setzt UNICEF sich dafür ein, weibliche Lehrkräfte für ländliche Regionen zu gewinnen.
Jedes Kind hat das Recht auf Bildung. Doch in den Ländern Afrikas südlich der Sahara geht bis heute etwa jedes dritte Kind nicht zur Schule. Viele Familien sind zu arm, um das Schulmaterial für ihre Kinder zu bezahlen. Besonders auf dem Land sind die Schulen oft überfüllt, schlecht ausgestattet oder einfach zu weit entfernt. Und es fehlt an qualifizierten Lehrern. Die Aids-Epidemie verschärft die Situation. UNICEF, die Nelson-Mandela-Stiftung und die Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts haben deshalb die Aktion „Schulen für Afrika“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, für Kinder in insgesamt elf afrikanischen Ländern eine gute Grundbildung sicherzustellen. UNICEF unterstützt hier den Bau zusätzlicher Klassenzimmer, stellt Schulmaterial bereit und schult die Lehrer. Ziel ist es, dass alle Schulen „kinderfreundlich“ werden.
Mehr Informationen finden Sie auf der Kampagnenseite www.schulenfuerafrika.de.