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Projektbesuch in Aserbaidschan

Reisetagebuch der Berliner Philharmoniker

September 2011

© UNICEF/2011/Giacomo Pirozzi

Kinder mit Behinderungen sind in den Staaten Osteuropas und der ehemaligen Sowjetunion bis heute vielfach ausgeschlossen und werden diskriminiert. Viele wachsen in Heimen auf und haben keinen Zugang zu Förderung und Bildung. Die Berliner Philharmoniker setzen sich als Internationale UNICEF Botschafter zusammen mit UNICEF dafür ein, die Rechte dieser Kinder zu stärken. Ein Ensemble des weltberühmten Orchesters nimmt an der ersten Internationalen Konferenz für Menschen mit Behinderung in Aserbaidschan teil und gibt dort auch ein Konzert mit dem staatlichen Sinfonieorchester.

Während ihres Aufenthalts vom 19.-22. September 2011 besuchen die Künstler auch verschiedene Projekte für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Für die Berliner Philharmoniker sind Christoph Hartmann (Oboe), Philipp Bohnen (Violine), Mor Biron (Fagott) und Clemens Weigel (Cello, als Gast) in Aserbaidschan zu Gast.

© UNICEF/2011/Giacomo Pirozzi

Tag 4: Das Mushvig Zentrum

Das Mushvig Zentrum für Kinder mit Behinderung liegt außerhalb der Hauptstadt. Gut eine halbe Stunde fahren wir  durch staubtrockene Landschaft, an Ölpumpen, Pipelines und sanierungsbedürftigen Plattenbauten vorbei. Hier ist von der Pracht und europäisch-orientalischen Eleganz, die im Zentrum Bakus zelebriert wird, nichts mehr zu spüren.

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© UNICEF/2011/Giacomo Pirozzi

Tag 3: Besuch von zwei Einrichtungen

Heute besuchen wir zwei konventionelle Einrichtungen für Kinder mit Behinderung: In einem Internat für sehbehinderte und blinde Kinder sehen wir viele Hilfsmittel, mit denen die Mädchen und Jungen arbeiten und lernen. Lesegeräte vergrößern die Schrift oder lesen Texte vor, ein Drucker produziert laut ratternd Texte in Blindenschrift, in einem winzigen Studio können Hörbücher aufgenommen werden, und bewegliche Modelle erklären anschaulich physikalische Gesetzmäßigkeiten.

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© UNICEF/2011/Giacomo Pirozzi

Tag 2: Konferenz und Konzert

Für uns startet der Tag wie in Berlin – mit einer Probe: Im ehemaligen „German Kapellhaus“, einer früheren Kirche, die heute als Konzertsaal dient, treffen wir auf das Aserbaidschanische Staatssinfonieorchester. Die Verständigung klappt auf Anhieb, sowohl musikalisch als auch sprachlich, denn Dirigent Fakhraddin Karimov spricht sogar etwas Deutsch.

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© UNICEF/2011/Giacomo Pirozzi

Tag 1: Ankunft in Baku

Die erste Fahrt durch die Stadt bringt zwiespältige Eindrücke: Baku, die Hauptstadt Aserbaidschans und Schauplatz des nächsten Eurovision Song Contests, ist eine einzige Baustelle. Überall werden Hochhäuser und architektonische Wunderwerke geschaffen, in teils traditioneller, teils kühn-moderner Architektur.  So viele Hochhäuser sind gleichzeitig im Bau, dass man sich kaum vorstellen kann, wie die Investition sich für die rund 2 Millionen Einwohner rechnen soll.

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