
In Haiti geht jedes vierte Kind im Grundschulalter nicht zur Schule, das sind 500.000 Mädchen und Jungen. In keinem anderen lateinamerikanischen Land ist die Bildungssituation ähnlich dramatisch: Es gibt viel zu wenig öffentliche Schulen. Und die Unterrichtsqualität ist so schlecht, dass die Kinder kaum etwas lernen.
Besonders benachteiligt sind die 170.000 Mädchen, die als Haushaltshilfen bei fremden Familien schuften: Sie haben kaum Aussichten, jemals eine Schule zu besuchen. UNICEF hilft, benachteiligten Kindern einen Platz in der Schule zur Verfügung zu stellen und versorgt sie mit Schulmaterial.
In Haiti geht jedes vierte Kind im Grundschulalter nicht zur Schule, das sind 500.000 Mädchen und Jungen. In keinem anderen lateinamerikanischen Land ist die Bildungssituation ähnlich dramatisch: Es gibt viel zu wenig öffentliche Schulen. Und die Unterrichtsqualität ist so schlecht, dass die Kinder kaum etwas lernen. Besonders benachteiligt sind die 170.000 Mädchen, die als Haushaltshilfen bei fremden Familien schuften: Sie haben kaum Aussichten, jemals eine Schule zu besuchen. UNICEF hilft, benachteiligten Kindern einen Platz in der Schule zur Verfügung zu stellen und versorgt sie mit Schulmaterial.
Die Jungen in Haiti besuchen im Durchschnitt knapp vier Jahre den Unterricht, Mädchen hingegen nicht einmal zwei Jahre. 170.000 Mädchen arbeiten als so genannte „restavèks“ bei fremden Familien - der Ausdruck bedeutet „bei jemandem bleiben“. Die Hausmädchen in Haiti werden jedoch oft wie Sklaven behandelt: Sie arbeiten von früh bis spät in die Nacht und erhalten kaum Lohn. Viele Mädchen werden geschlagen und sexuell missbraucht. Besonders schwierig ist die Situation der Waisen: Allein 200.000 Kinder in Haiti haben durch die AIDS-Epidemie ihre Mutter oder ihren Vater verloren. Häufig müssen die Mädchen nach dem Tod eines Elternteils zum Familieneinkommen beitragen oder sich um jüngere Geschwister kümmern. Waisen haben in Haiti kaum eine Chance auf Schulbesuch – ebenso wenig wie die 2.000 Kinder aus armen Familien, die sich allein in der Hauptstadt Port-au-Prince auf der Straße durchschlagen.
UNICEF setzt sich in Haiti dafür ein, möglichst alle Kinder in die Schule zu bringen und die Qualität des Unterrichts zu verbessern. Im Vordergrund steht die Hilfe für Hausmädchen und andere benachteiligte Kinder.
UNICEF hilft in ländlichen Regionen und Slumvierteln Haitis, einen guten Unterricht für 5.000 benachteiligte Kinder sicherzustellen. Zehn Schulen werden dafür mit zusätzlichen Tischen, Bänken und Tafeln sowie mit Trinkwasserversorgung ausgestattet. Nach den regulären Schulstunden finden für Hausmädchen, Waisen und Kinder aus besonders armen Familien spezielle Kurse statt. Die Kinder erhalten Hefte, Stifte sowie Schulbücher. Mit Unterstützung von UNICEF werden 200 zusätzliche Lehrer ausgebildet.
Auf dem Stundenplan stehen nicht nur Lesen und Schreiben, sondern auch Aufklärung über Hygiene und Gesundheitsthemen. Die Kinder entwickeln in der Schule beispielsweise Radiospots, damit auch die Erwachsenen lernen, wie wichtig sauberes Trinkwasser und Hygiene sind. UNICEF unterstützt zudem die Einrichtung von Schulgärten, die die Ernährungssituation verbessern helfen. Jedes Kind bekommt in der Schule eine warme Mahlzeit.
UNICEF hilft bei der Gründung von Freiwilligenkomitees in den Dörfern. Eltern, Lehrer und Gemeindevertreter arbeiten hier zusammen, um einen reibungslosen Schulbetrieb zu unterstützen. Für jeden Schüler schließen die Eltern, der Schulleiter und das Komitee eine Art „Vertrag“. Er verpflichtet die Eltern beispielsweise, ihrem Sohn oder ihrer Tochter genügend Zeit für den Schulbesuch zu lassen. UNICEF verhandelt zudem mit dem Bildungsministerium über verbindliche Mindeststandards für Schulen. Ziel ist es, den Unterricht landesweit zu verbessern und die Benachteiligung von Mädchen zu beenden.
Helfen Sie mit, dass Kinder gesund und sicher aufwachsen und zur Schule gehen können. Danke!
Für Haiti spendenIm UNICEF-Spendenshop spenden Sie ganz konkrete Hilfsgüter - zum Beispiel Bleistifte.
