

Die Folgen des Klimawandels sind in Sambia deutlich zu spüren: In den letzten Jahren haben Dürreperioden, aber auch plötzliche, extreme Regenfälle und Überschwemmungen deutlich zugenommen. Die Wetterextreme zerstören häufig die Lebensmittelernte. Sie verschärfen aber auch die ohnehin schwierige Wasser- und Hygienesituation in Sambia: Auf dem Land hat nicht einmal jeder Zweite Zugang zu sauberem Wasser. UNICEF versorgt die Familien in vier besonders betroffenen Distrikten mit Brunnen und Regenauffangbecken. Als Klimabotschafter informieren Jugendliche in ihren Gemeinden über Umweltschutz und Hygiene.
„Wir müssen unser Klima schützen - sonst werden wir noch viele weitere Naturkatastrophen erleben. Unsere Schulen werden zerstört, unsere Eltern verlieren ihre Felder und ihr Vieh“, so die siebzehnjährige Klimabotschafterin Tambudzai Mutale aus Sambia. Weiterlesen
In den ländlichen Regionen Sambias gibt es nicht genügend sichere Wasserquellen. Die meisten Familien versorgen sich aus nahe gelegenen Bächen und Flüssen – doch diese dienen zugleich auch als Toilette und Waschplatz. Das verschmutzte Wasser führt häufig zu gefährlichen Durchfallerkrankungen. Jedes Jahr sterben über 11.500 Kinder daran. Oft sind existierende Brunnen aber auch nicht mehr funktionsfähig. Es fehlt an Ersatzteilen und an Wissen im Dorf, wie sich defekte Brunnen wieder instand setzen lassen. Eine einfache und kostengünstige Lösung wäre der Bau zusätzlicher Brunnen mit Handbohrern. Doch die lokalen Baufirmen kennen sich mit der Technik häufig nicht aus. Eine weitere Herausforderung ist das mangelnde Wissen über Hygiene. Nur wenige Menschen wissen beispielsweise, dass Händewaschen mit Seife die Zahl der Durchfallerkrankungen um rund 45 Prozent senkt.
8 Euro = Informationen über Gesundheit und Hygiene für eine Familie im Rahmen einer Aufklärungskampagne
150 Euro = 50 Setzlinge für ein Wiederaufforstungsprojekt
Die Menschen in Sambia mussten in den letzten Jahren deutlich heftiger als früher mit extremen Wetterverhältnissen zurechtkommen: Oft waren die Trockenperioden extrem heiß und hielten länger als üblich an. In der Regenzeit kommt es häufig zu schweren Überschwemmungen. Die Bevölkerung ist dem kaum noch berechenbaren Klima schutzlos ausgeliefert: Heftige Stürme und Überschwemmungen zerstören Schulen und ruinieren die Ernten. Während der Dürreperioden verenden die Tiere, Wasserquellen trocknen aus. Die Folge sind oft Ernteausfälle. Überschwemmungen erhöhen zudem die Gefahr von ansteckenden Krankheiten und Epidemien wie der Cholera. Besonders die junge Generation ist gefordert, auf die Bedrohung ihrer Lebensgrundlagen aufmerksam zu machen – und gemeinsam mit den Erwachsenen nach Lösungen zu suchen.
UNICEF möchte Spenden aus Deutschland gezielt in vier Distrikten der Provinzen Nord, West und Luapula einsetzen. UNICEF plant hier, mit Hilfe aus Deutschland insgesamt 120 neue Brunnen und Regenwassersysteme zu installieren. 20 bestehende Brunnen werden instand gesetzt oder erweitert. Wo immer möglich, schult UNICEF lokale Baufirmen darin, die etwa bis zu 25 Meter tiefen Bohrlöcher mit Hilfe von Handbohrern in den Boden zu treiben. So ist keine aufwändige, maschinelle Bohrausrüstung notwendig. Für jeden neuen Brunnen schult UNICEF Freiwillige aus dem jeweiligen Dorf, damit sie die Anlagen warten und instand halten können. UNICEF unterstützt auch Aufklärungskampagnen über die Aufbereitung von verschmutztem Wasser, die hygienische Aufbewahrung von Trinkwasser und den Schutz vor Krankheiten. Das Wasser- und Hygieneprogramm erreicht etwa 35.000 Menschen.
Jugendliche spielen eine Schlüsselrolle, wenn es um den Schutz der Umwelt und die Anpassung an Klimaveränderungen geht. UNICEF hat deshalb in Sambia das Programm „Unite4Climate“ gestartet und möchte jetzt landesweit 300 weitere Jugendliche zu „Klimabotschaftern“ ausbilden. UNICEF schult die Mädchen und Jungen zu Umweltund Hygienethemen und zeigt ihnen, wie sie Aufklärungskampagnen planen, umsetzen und dokumentieren. Die Klimabotschafter organisieren dann an ihren Schulen und in den Gemeinden zum Beispiel Baumpflanzaktionen oder gemeinsames Müllsammeln. Sie setzen sich bei den Dorfältesten und den Behörden dafür ein, dass nicht noch mehr Bäume abgeholzt werden. Und sie bilden weitere Gleichaltrige als Klimabotschafter aus, um noch mehr Menschen zu erreichen.
zur UNICEF-Kampagne Wasser wirkt
Wasser wirkt: Helfen Sie mit, Brunnen zu bauen und über Hygiene aufzuklären. Danke!
Für Sambia spendenUNICEF Deutschland
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln