
Flori ist 14 Jahre alt und lebt in Ferentari, dem ärmsten Viertel von Bukarest. Hier sind fast ausschließlich Roma-Familien zu Hause. Plattenbau reiht sich an Plattenbau, hinter den vergitterten Fenstern sind hier und da Menschen zu sehen. Flori lebt mit ihrer Großmutter und zehn weiteren Kindern aus der Verwandtschaft in einer Drei-Zimmer-Wohnung. Seitdem sie ein von UNICEF unterstütztes Tageszentrum besucht, ist Flori eine begeisterte Schülerin - auch wenn es zu Hause oft keinen ruhigen Ort für die Hausaufgaben gibt.
Mittags nimmt die 14-Jährige ihre Schulsachen und läuft über die Straße zum Unterricht. Das Tageszentrum der Organisation „Phillip Home“ ist eine kleine Oase: An den Wänden hängen bunte Kinderzeichnungen, neben dem Klassenraum gibt es einen einfach eingerichteten Speiseraum und ein kleines Krankenzimmer.
120 Kinder besuchen das Tageszentrum in zwei Schichten, morgens und nachmittags. Die Kleinen tragen Schuluniformen, auch die größeren Kinder sind ordentlich angezogen und machen ruhig und konzentriert ihre Aufgaben. Die Kinder haben großen Respekt vor der Schule und dem Lernen. „Bildung ist wichtig“, sagt auch Flori. Ihr Vorbild sind die älteren Mädchen. Viele von ihnen haben die Schule bereits abgeschlossen und verdienen jetzt eigenes Geld.
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