

In Sambia sterben inzwischen fast 100.000 Menschen im Jahr an Aids. Eine Million sind infiziert, darunter 100.000 Kinder. Sie haben sich fast alle bei ihren HIV-positiven Müttern angesteckt. Ihre Überlebenschancen sind sehr gering, da die wenigsten medizinisch behandelt werden. Kaum eines wird älter als fünf. Darüber hinaus haben schon mehr als 700.000 Kinder durch die Krankheit ihre Mutter oder ihren Vater verloren. Viele Waisen leiden unter Diskriminierung - denn Aids ist in Sambia noch immer ein Tabu. UNICEF hilft, die Versorgung HIV-positiver Kinder zu verbessern. UNICEF unterstützt zudem die Aufklärungsarbeit unter Jugendlichen und richtet mobile Gesundheitsstationen ein, um Familien in entlegenen Gebieten versorgen zu können.
40 Prozent aller Kinder, die ins Universitätskrankenhaus der Hauptstadt Lusaka eingewiesen werden, sind HIV-positiv. Doch viele Familien haben kein Geld, um ihre infizierten Kinder behandeln zu lassen. Drei Viertel der Menschen in Sambia leben unterhalb der Armutsgrenze. Schon die Fahrt zu den oft weit entfernten Gesundheitsstationen ist unbezahlbar; ganz zu schweigen von den Kosten für Medikamente und Labortests. Die lebensverlängernden antiretroviralen Medikamente erreichen nur die wenigsten an Aids erkrankten Kinder. Ohne angemessene Behandlung haben HIV-positive Kinder nur eine geringe Lebenserwartung. Ihr Immunsystem ist geschwächt und hat Infektionen wie Lungenentzündung wenig entgegenzusetzen. Schlechte Nahrungsversorgung verschärft die Situation der Kinder noch - in Sambia ist jedes zweite Kind chronisch mangelernährt.
Aids ist in Sambia nach wie vor ein Tabuthema. Nur rund zwölf Prozent aller Menschen haben sich bereits auf HIV testen lassen. Die meisten haben Angst vor dem Ergebnis, oder die nächste Klinik ist zu weit entfernt. Aus Angst vor Diskriminierung sprechen an Aids erkrankte Eltern meist nicht mit ihren Kindern über ihre Krankheit. Wird der Aids-Tod eines Elternteils bekannt, werden die Mädchen und Jungen häufig gemieden oder von Nachbarn und Schulkameraden gehänselt. Viele Waisen gehen nicht mehr zur Schule, da sie Mutter oder Vater im Haushalt und auf dem Feld ersetzen müssen. Ein Großteil der Kinder, die bereits beide Eltern verloren haben, wird von Verwandten aufgenommen, die aber oft selbst nicht genug zum Leben haben. Viele verwaiste Mädchen, die bei Verwandten oder in Kinderhaushalten leben, werden Opfer sexuellen Missbrauchs, da ihnen der Schutz der Eltern fehlt.
UNICEF hilft landesweit, die Betreuung HIV-positiver Kinder zu verbessern. UNICEF stellt Medikamente zur Verfügung, damit Infektionen unterdrückt werden und die Überlebenschancen der Kinder steigen. UNICEF stattet Gesundheitsstationen mit Waagen, Metermaßen und Gewichtstabellen aus. Es ist wichtig, das Gewicht der Kinder regelmäßig zu kontrollieren, um eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands frühzeitig zu erkennen. Ergänzend dazu hilft UNICEF, medizinisches Personal in rund 100 Kliniken im Umgang mit HIV-positiven Patienten zu schulen. UNICEF unterstützt zudem ein Programm für die Betreuung vergewaltigter Mädchen in Lusaka, viele von ihnen sind AIDS-Waisen. Im Universitätskrankenhaus erhalten sie medizinische und psychologische Betreuung.
UNICEF will in besonders betroffenen Regionen Sambias mehr Menschen ermöglichen, ihren HIV-Status zu erfahren und baut Beratungsangebote aus. UNICEF stellt deshalb neun mobile Gesundheitsstationen bereit, die jeweils aus einem Fahrzeug und einem Zelt bestehen. Geschultes Personal führt hier die HIV-Tests durch und informiert über Hilfsangebote. UNICEF leitet auch lokale Theatergruppen und Freiwillige aus den Dörfern in der Aufklärungsarbeit an und stellt Poster, Broschüren und weiteres Informationsmaterial zur Verfügung.
Gemeinsam mit der lokalen Hilfsorganisation „Africa direction“ hat UNICEF ein Aids-Aufklärungsprogramm für Jugendliche entwickelt. Teenager werden ausgebildet, um in den armen Stadtvierteln der Hauptstadt Gleichaltrige zu informieren. Im Jugendzentrum der Organisation werden Sport- und Freizeitaktivitäten regelmäßig durch Pausen unterbrochen, in denen über Aids diskutiert wird; kurze Theaterstücke informieren über die Gefahren einer HIV-Infektion.
Helfen Sie mit, Kinder vor AIDS zu schützen und HIV-positive Kinder besser zu versorgen. Danke!
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