
Die Bildungssituation für Kinder in Simbabwe ist katastrophal: Aufgrund der politischen und sozialen Krise und der damit verbundenen extremen Inflation kam der Unterricht in den Jahren 2008 und 2009 praktisch landesweit zum Erliegen. Politische und wirtschaftliche Isolation, wiederkehrende Dürren und Aids verschärfen die Situation der Familien. Viele können die hohen Schulgebühren nicht tragen. In den Klassenräumen fehlt es am Nötigsten. Besonders die 1,4 Millionen Kinder, die ohne einen oder gar beide Elternteile aufwachsen müssen, brauchen dringend Unterstützung.
In Simbabwe konzentriert UNICEF Spenden aus der Aktion „Schulen für Afrika“ auf 18 besonders benachteiligte Regionen. An 26 Schulen wurden bereits neue Klassenzimmer gebaut und mit Möbeln ausgestattet. An 50 Schulen entstehen neue Latrinen und die Brunnen werden instandgesetzt. Rund 4.000 Lehrer und Schulleiter haben bisher an Fortbildungen teilgenommen. UNICEF hat auch 240.000 Schulbücher für Mathematik, Englisch und Gemeinschaftskunde bereitgestellt – vorher teilten sich oft zehn Kinder ein Buch. 90 Schulen erhielten Sportmaterial wie Bälle und Springseile.
Angesichts der großen Herausforderungen setzt UNICEF seine Arbeit in Simbabwe mit ganzer Kraft fort. UNICEF fördert Bau und Instandsetzung von Klassenräumen, die Schulen erhalten Trinkwasserbrunnen und Latrinen. Die Kinder stattet UNICEF mit Büchern und weiterem Schulmaterial aus. In Kursen lernen die Lehrer, im Unterricht über den Schutz vor AIDS zu informieren – gerade für Mädchen sind diese Informationen überlebenswichtig.
Jedes Kind hat das Recht auf Bildung. Doch in den Ländern Afrikas südlich der Sahara geht bis heute etwa jedes dritte Kind nicht zur Schule. Viele Familien sind zu arm, um das Schulmaterial für ihre Kinder zu bezahlen. Besonders auf dem Land sind die Schulen oft überfüllt, schlecht ausgestattet oder einfach zu weit entfernt. Und es fehlt an qualifizierten Lehrern. Die Aids-Epidemie verschärft die Situation. UNICEF, die Nelson-Mandela-Stiftung und die Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts haben deshalb die Aktion „Schulen für Afrika“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, für Kinder in insgesamt elf afrikanischen Ländern eine gute Grundbildung sicherzustellen. UNICEF unterstützt hier den Bau zusätzlicher Klassenzimmer, stellt Schulmaterial bereit und schult die Lehrer. Ziel ist es, dass alle Schulen „kinderfreundlich“ werden.
Mehr Informationen finden Sie auf der Kampagnenseite www.schulenfuerafrika.de.
Helfen Sie mit, dass Kinder gesund und sicher aufwachsen und zur Schule gehen können. Danke!
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