
Zwei Jahre nach dem Start der UNICEF-Bildungs-Offensive im Süd-Sudan gehen eine Million mehr Kinder zur Schule als noch im Jahr 2005. 1,3 Millionen Mädchen und Jungen fanden auch mit Hilfe deutscher Spenden ein Jahr nach dem Friedensabkommen endlich einen Platz im Klassenzimmer. 2005 waren es nur 340.000 Schülerinnen und Schüler.
„Bildung ist die wichtigste Investition für die Zukunft des Süd-Sudans. Jedes Kind muss die Chance haben, zur Schule zu gehen und eine gute Ausbildung zu bekommen“, sagte der UNICEF-Leiter im Sudan Ted Chaiban. Der südliche Sudan war über zwei Jahrzehnte Schauplatz eines grausamen Bürgerkriegs. Rund zwei Millionen Menschen starben, viele Dörfer wurden zerstört. In kaum einem Land ist das Aufwachsen für Kinder heute so schwierig wie im Sudan: Es gibt kaum Gesundheitseinrichtungen und Schulen. Besonders Mädchen sind benachteiligt: Nur jedes fünfte geht zur Schule. Doch das Tabu bröckelt: Von den 1,3 Millionen Schulanfängern sind 34 Prozent Mädchen – dank Aufklärung und mehr Schulen auch in entlegenen Gebieten.
UNICEF hat die Regierung dabei unterstützt, 200 neue Klassenzimmer zu schaffen und weitere 300 instand zu setzen. Während die Bauarbeiten noch in Gang waren, wurden 400 Schulzelte für den Unterricht zur Verfügung gestellt. Per Lastwagen, Booten oder notfalls zu Fuß wurden Schulranzen, Bücher, Stifte und andere Schulmaterialien an ihre Bestimmungsorte in den oft schwer zugänglichen Regionen gebracht. Außerdem wurden 5.000 Lehrer geschult. Ziel der Bildungs-Initiative von UNICEF und dem Süd-Sudanesischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie ist es, insgesamt zwei Millionen Kinder in die Schule zu bringen.
Helfen Sie mit, dass Kinder gesund und sicher aufwachsen und zur Schule gehen können. Danke!
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