
Südafrika ist ein Land extremer sozialer Gegensätze: Nach dem Ende der Apartheid leben viele Südafrikaner noch immer in großer Armut. Rund 189.000 Kinder gehen bisher gar nicht zur Schule, ein Viertel aller Schulkinder bricht die Grundschule ab. Die Mädchen haben es besonders schwer: Viele Eltern haben Angst, dass ihre Töchter auf dem oft weiten Schulweg belästigt oder überfallen werden, denn Mädchen und Frauen in Südafrika leiden unter massiver Gewalt und sexuellen Übergriffen. Auch die Gefahr einer HIV-Infektion ist für junge Menschen hoch – in keinem anderen Land leben so viele Menschen mit HIV.
In Südafrika startete UNICEF „Schulen für Afrika“ in 52 Modellschulen. Mittlerweile machen landesweit rund 820 ausgewählte Schulen mit. Gemeinsam geht es hier darum, die Unterrichtsqualität zu verbessern und Gewalt und Diskriminierung von Mädchen abzubauen. Die Betreuung von Waisen wird verbessert, Aids-Aufklärung im Unterricht eingeführt. UNICEF hat dafür bisher rund 13.000 Lehrer und Schulleiter geschult. 600 Schülerclubs werden unterstützt, dazu kommt ein Sportprogramm für „Fair Play“ und zur Gewaltprävention. UNICEF hilft auch bei der Instandsetzung von Schulen: 87 Klassenräume an 13 ausgewählten Schulen wurden schon komplett renoviert, zehn Computer-Arbeitsräume eingerichtet. UNICEF unterstützt zudem ein spezielles Förderprogramm für Mädchen - für mehr Selbstbewusstsein und bessere berufliche Chancen.
Ziel von UNICEF ist es jetzt, das Modell „kinderfreundlicher“ Modellschulen landesweit in die Breite zu tragen. UNICEF wird dazu landesweit an 565 ausgewählten Schulen die Lehrer schulen und Aktivitäten fördern, die die Chancengleichheit von Mädchen fördern. Für Gewaltprävention und die Vermittlung von „Fair Play“ ist Sport ein wichtiges Element: So schult UNICEF Lehrer und freiwillige Helfer darin, selbst sportliche Aktivitäten und Wettbewerbe zu organisieren.
Jedes Kind hat das Recht auf Bildung. Doch in den Ländern Afrikas südlich der Sahara geht bis heute etwa jedes dritte Kind nicht zur Schule. Viele Familien sind zu arm, um das Schulmaterial für ihre Kinder zu bezahlen. Besonders auf dem Land sind die Schulen oft überfüllt, schlecht ausgestattet oder einfach zu weit entfernt. Und es fehlt an qualifizierten Lehrern. Die Aids-Epidemie verschärft die Situation. UNICEF, die Nelson-Mandela-Stiftung und die Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts haben deshalb die Aktion „Schulen für Afrika“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, für Kinder in insgesamt elf afrikanischen Ländern eine gute Grundbildung sicherzustellen. UNICEF unterstützt hier den Bau zusätzlicher Klassenzimmer, stellt Schulmaterial bereit und schult die Lehrer. Ziel ist es, dass alle Schulen „kinderfreundlich“ werden.
Mehr Informationen finden Sie auf der Kampagnenseite www.schulenfuerafrika.de.
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