

In vielen Ländern werden nach wie vor die Menschenrechte von Mädchen und Frauen verletzt. Diskriminierung und Gewalt haben viele Formen: Mädchen werden schlechter ernährt und medizinisch versorgt als Jungen, dürfen seltener zur Schule gehen und müssen früher arbeiten. Viele werden Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt. Sie müssen Schläge oder extreme Übergriffe wie Säureattentate erdulden. In Kriegen werden Mädchen und Frauen gezielt vergewaltigt. Und auch die Familie ist oft kein sicherer Ort.
Statistisch gesehen wird etwa jede dritte Frau weltweit in ihrem Leben vergewaltigt oder misshandelt. Auch kulturell oder religiös begründete Gewalt und Diskriminierung ist weit verbreitet: Jeden Tag werden mehr als 8.000 Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt. Und in Asien „fehlen“ rund 60 Millionen Frauen, die Vernachlässigung, geschlechtsspezifischen Abtreibungen und Kindstötungen zum Opfer gefallen sind.
Am 11. Oktober 2012 findet zum ersten Mal der Weltmädchentag der Vereinten Nationen statt.
Fatma, 5, Sudan, wurde nicht beschnitten.
Die 5-jähre Fatma hat Glück gehabt: Sie ist nicht, wie viele andere Mädchen im Sudan, an den Genitalien beschnitten worden. Nach einer Aufklärungskampagne gab es eine Diskussion in ihrem Dorf, und Fatmas Mutter hat sich gegen die Beschneidung entschieden.
© UNICEF/NYHQ2009-1472/Holt
Ermedina, 13, Albanien, trotzt der Armut.
Viele Kinder in Albanien gehen zwar zur Schule, können aber trotzdem kaum lesen und schreiben. Die 13-jährige Ermedina kommt aus einer armen Familie, aber sie ist ehrgeizig: Sie will studieren und Lehrerin werden. So hat sie die Chance, der Armut zu entkommen.
© UNICEF/NYHQ2008-0145/Giacomo Pirozzi
Munni, 18, Indien, wollte keine Kinderbraut sein.
Als Munni 17 war, wollte ihr Vater sie verheiraten. Das Mädchen und ihre Mutter konnten den Vater gemeinsam überzeugen, dass er die Hochzeit zumindest bis nach ihrem 18. Geburtstag verschiebt. Junge Frauen wie Munni sind ein Vorbild für andere Mädchen.
© UNICEF/NYHQ2009-2210/Khemka
Nondumiso, 9, Südafrika, geht zur Schule.
Nondumiso ist glücklich: Sie kann zur Schule gehen und besucht die dritte Klasse einer Grundschule in Estcourt, Südafrika. Rund zwölf Millionen Kinder haben von der erfolgreichen UNICEF-Kampagne „Schulen für Afrika“ profitiert – eines davon ist Nondumiso.
© UNICEF/NYHQ2010-0546/Pirozzi
Ivayla und Ivelina, 4, Bulgarien, sind nicht mehr im Waisenhaus.
Die 4-jährigen Zwillingsmädchen Ivayla und Ivelina spielen im Haus ihrer Pflegemutter in Bulgarien. Ihre ersten drei Lebensjahre haben sie in einem Waisenhaus verbracht. UNICEF unterstützt ein Programm der Regierung, damit Kinder in einem familienähnlichen Umfeld aufwachsen können.
© UNICEF/NYHQ2011-1041/Kate Holt
Rosaleni, 7, Bolivien, hilft bei der Zuckerrohr-Ernte.
Rosaleni, 7, aus Bolivien kann im Gegensatz zu ihren Geschwistern zur Schule gehen. Sie hilft nachmittags bei der Zuckerrohr-Ernte, um das geringe Einkommen der Familie aufzubessern.
© UNICEF/NYHQ2011-1462/Noah Friedman-Rudovsky
Kiara, 5, Argentinien, verkauft in der U-Bahn.
Kiara, 5, verkauft in der U-Bahn der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires Haarklammern und andere Kleinigkeiten, seit sie drei ist. Vor einem Jahr brach sich Kiara einen Arm, als er in der Bahn-Tür eingeklemmt wurde. Einen Kindergarten hat Kiara nie besucht.
© UNICEF/NYHQ2011-0214/Sebastian Rich
Jenny Rose, 9, Philippinen, muss Geld verdienen.
Vor einer Kirche in der philippinischen Stadt Cebu, zu der viele Touristen kommen, bietet die 9-jährige Jenny Rose selbst gemachte Kerzen zum Kauf an. Sie verdient damit ungefähr einen Euro pro Tag als Beitrag zum Familieneinkommen.
© UNICEF/NYHQ2011-2401/Giacomo Pirozzi
Zahra, 11, Afghanistan, hat selten Zeit für Schule.
Zahra, 11, formt runde Kuchen aus Kuhmist und Stroh, die ihre Familie in Afghanistan im Winter zum Kochen und Heizen verfeuert. Zahra hat selten Zeit für Schule: Sie kümmert sich um ihre jüngeren Geschwister, webt Teppiche und hilft im Haushalt.
© UNICEF/NYHQ2009-0974/Shehzad Noorani
Asprina, 13, Tansania, ist zweifache Mutter.
Mit elf Jahren wurde Asprina, 13 (rechts, mit ihrer kleinen Schwester), aus Tansania verheiratet. Ihr 19 Jahre alter Ehemann hat sie monatelang geschlagen und misshandelt. Asprina zog zurück zu ihren Eltern und brachte kurz darauf ihr zweites Kind zur Welt.
© UNICEF/NYHQ2010-1830/Shehzad Noorani
Djamilia, 10, Niger, muss Wasser holen.
Acht Mal täglich geht Djamilia, 10, von ihrem Zuhause in einer Nomadensiedlung in Niger zum nächsten Dorf, um Wasser zu holen. Dort gibt es erst seit kurzem eine Wasserpumpe. Seitdem hat sich die Zahl der Mädchen in dem Dorf, die zur Schule gehen, fast verdoppelt.
© UNICEF/NYHQ2007-2655/Giacomo Pirozzi
Jacqueline, 7, Haiti, arbeitet als Dienstmädchen.
Jacqueline ist sieben Jahre alt und arbeitet als Dienstmädchen in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. Arme Familien geben ihre Kinder zu Verwandten oder Fremden in der Hoffnung, dass sie dort ein besseres Leben haben. Diese Hoffnung erfüllt sich meistens nicht.
© UNICEF/NYHQ2010-2565/Roger LeMoyne
Memory, 4, Sambia, hat HIV-positive Eltern.
Die 4-jährige Memory aus Sambia hält einen Topf mit Brei. Die Eltern von Memory sind HIV-positiv. Ob auch ihre Tochter mit dem HI-Virus infiziert ist, wissen sie nicht. Mädchen und Frauen sind besonders gefährdet, sich mit HIV/ Aids zu infizieren.
© UNICEF/NYHQ2010-2238/Christine Nesbitt
Kadia, 14, Mali, ist „Gesundheitsministerin“.
Kadia, 14, ist stolz: Sie ist „Gesundheitsministerin“ in der Schülervertretung. An ihrer von UNICEF unterstützten „kinderfreundlichen“ Schule in Mali ist die Beteiligung von Mädchen und Jungen fest verankert.
© UNICEF/MLIA2011-01102/Kelley Lynch
Boke, 12, Tansania, ist verheiratet.
Die 12-jährige Boke aus einem Dorf in Tansania wurde vor einigen Monaten an den Genitalien beschnitten und kurz danach mit einem 30-jährigen Mann verheiratet. Boke ist geistig behindert und ist nie zur Schule gegangen.
© UNICEF/NYHQ2010-1836/Shehzad Noorani
Linn Marie und Kira Lena, 16, Deutschland, sind UNICEF-JuniorBotschafter.
Linn Marie aus Buchholz in der Nordheide und Kira Lena aus Rosengarten (beide 16) wurden mit ihrem Schulprojekt für Kinderrechte UNICEF-JuniorBotschafterinnen 2012. Bis Ende März 2013 können sich Mädchen und Jungen wieder mit ihren Aktionen bewerben.
© UNICEF DT/2012/Hyou Vielz
Keine andere Investition schützt Mädchen vor Diskriminierung, Ausbeutung und Gefahren wie AIDS so wirkungsvoll wie Bildung. Die UNICEF-Bildungsprogramme zielen deshalb besonders darauf ab, die Mädchen zu erreichen. In einigen Ländern richtet UNICEF einfache Dorfschulen speziell für Mädchen ein. Auch die Ausbildung von Lehrern ist ein wichtiger Schritt gegen Diskriminierung im Klassenzimmer. Mit außerschulischen Bildungsprogrammen spricht UNICEF gezielt Mädchen an, die arbeiten müssen oder das Schulgeld nicht bezahlen können.
UNICEF unterstützt Mädchenclubs, in denen die Schülerinnen sich nachmittags treffen. Die Gemeinschaft mit anderen Mädchen macht sie selbstbewusster und motiviert viele, die Schule abzuschließen. Auch Themen wie frühe Verheiratung und der Schutz vor AIDS werden hier besprochen. Um schwangere Mädchen und Frauen besser zu betreuen, bildet UNICEF Gesundheitshelferinnen und Hebammen aus.
UNICEF unterstützt Einrichtungen, die Opfer von Gewalt und Ausbeutung medizinisch und psychologisch betreuen und ihnen Schutz bieten. UNICEF trägt Kosten für Operationen, stellt Medikamente zur Verfügung und hilft bei der Fortbildung der Ärzte. Mädchen, die Opfer von Gewalt oder Zwangsprostitution wurden, werden betreut und bei der Rückkehr in ihre Heimat begleitet und unterstützt.
Umfassendes Informationsmaterial zum Thema Mädchen finden Sie in der Mediathek.
Mit Ihrer Hilfe kann UNICEF benachteiligte Mädchen vor Gewalt schützen und sie durch Bildung stark machen. Danke!
UNICEF Deutschland
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln
