UNICEF setzt nach einer Katastrophe alles daran, die Kinder schnell wieder in die Schule zu bringen. Unterricht gibt ihnen ein wichtiges Stück Normalität und einen geregelten Tagesablauf zurück - selbst wenn er in einer Zeltschule oder unter einem Baum stattfindet. Die Gemeinschaft mit anderen Kindern und die Möglichkeit, zu spielen und sich auszutauschen, ist für die Kinder sehr wichtig. Deshalb gehören provisorische Schulen heute fest zur Nothilfe von UNICEF.
Viele Kinder in Krisenregionen sind nie zur Schule gegangen. Andere haben ihre Schulsachen auf der Flucht zurücklassen müssen. UNICEF stattet die Mädchen und Jungen mit Heften, Stiften und weiterem Material aus. Für die Kinder ist das oft der einzige Besitz. Der von UNICEF ermöglichte Unterricht hilft den Kindern aber auch, ihre Erinnerungen an Flucht und Vertreibung zu verarbeiten. UNICEF schult die Lehrer, damit sie auf die Bedürfnisse traumatisierter Kinder angemessen eingehen können. In Ländern wie dem Sudan, Afghanistan und Pakistan hilft UNICEF auch, zerstörte Schulgebäude dauerhaft wieder aufzubauen. In Angola wurden nach dem Bürgerkrieg 20.000 Lehrer neu eingestellt - UNICEF half, sie auszubilden.