Kriege oder lange Dürreperioden rauben oft Tausenden Menschen die Ernährungsgrundlage. Mangelernährung bedroht besonders die Kinder. Das heißt nicht nur, dass Kinder zu wenig zu essen bekommen. Ihnen fehlt es auch an lebenswichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Die Kinder sind dadurch anfällig für Infektionen und Entwicklungsstörungen.
Für lebensbedrohlich mangelernährte Kinder richtet UNICEF in Krisenregionen einfache, therapeutische Ernährungszentren ein. Hier werden die Kinder langsam wieder an feste Nahrung gewöhnt. Die erprobte Drei-Stufen-Therapie dauert etwa drei Wochen (s. Kasten unten). UNICEF stellt dafür therapeutische Nahrung, Medikamente und Geräte bereit und schult Gesundheitshelfer.
UNICEF hilft aber auch, Mangelernährung rechtzeitig zu erkennen und Entwicklungsstörungen zu vermeiden. In von UNICEF unterstützten Gesundheitsstationen werden die Kinder regelmäßig gemessen und gewogen. UNICEF stellt dafür Maßbänder und Waagen bereit. Untergewichtige Kinder erhalten hoch eiweißhaltige Kekse oder nahrhafte Erdnusspaste. UNICEF versorgt Kinder und Schwangere zudem mit Vitamin- und Mineralstofftabletten, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.