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Somalia: Durchfall bekämpfen – jetzt!

UNICEF schützt Familien vor Cholera-Epidemien

Mogadischu, 06.10.2011

Die Menschen leben dichtgedrängt auf engstem Raum. Es ist heiß, staubig und schmutzig. Es gibt kaum Wasser zum Trinken oder zum Waschen. Die wenigen Latrinen reichen nicht aus. Zwischen den Zelten stapelt sich der Müll. In den Flüchtlingslagern von Ostafrika ist das für hunderttausende Menschen Alltag.

Seit Januar 2011 sind über 43.000 Menschen in Somalia an Durchfall erkrankt – 710 Menschen sind bereits daran gestorben.

Gerade in einer so schwierigen Lebenssituation ist es wichtig, sich vor Krankheiten, Durchfall und Infektionen zu schützen. Denn Krankheitserreger lauern überall - die geschwächten Kinder stecken sich schnell an. Doch viele haben nie gelernt, dass sie sich schon durch einfaches Händewaschen mit Seife schützen können. Und sie wissen nicht, dass unsauberes Wasser Durchfall verursacht.

Seit Januar 2011 sind über 43.000 Menschen in Somalia an Durchfall erkrankt – 710 Menschen sind bereits daran gestorben. Millionen Menschen im Süden des Landes sind von einer Cholera-Epidemie bedroht. Durchfall und Cholera bedrohen besonders die Kinder. Ihre ausgezehrten und geschwächten Körper trocknen innerhalb weniger Tage aus. Jeden Tag sterben Kinder in Ostafrika an Durchfall.

“Die Durchfallerkrankungen verbreiten sich, weil es keine intakten sanitären Einrichtungen gibt. Außerdem ist das Wasser verschmutzt“, sagt Dr. Osamu Kuni, Leiter des UNICEF Gesundheitsprogrammes in Somalia. “Aber es hat auch etwas mit der schweren Mangelernährung zu tun und der unzureichenden Nahrung für Kinder. Aus diesen Gründen sind Kinder besonders anfällig für Krankheiten.“

UNICEF verteilt Hygienepakete mit Seife und anderen Materialien, liefert Wasser in die Krisengebiete und baut Latrinen. Doch damit hört die Hilfe nicht auf. Es ist notwendig den Familien auch zu erklären, warum Hygiene so wichtig ist. „Es ist unerlässlich, dass die Menschen in Somalia verstehen, wie sie sich vor Durchfallerkrankungen schützen können“, sagt Dr. P. Pk Burdhan. „Dafür müssen sie auch die anderen Krankheiten kennen, die den Durchfall auslösen oder verschlimmern können, wie Unterernährung, TB und Malaria“, so Dr. Burdhan.

Zusammen mit seinem Team zeigt er den Menschen, wie sie sich richtig die Hände mit Seife waschen, eine Latrine säubern, ihr Wasser aufbereiten und ihr Essen vor Fliegen schützen können. Und sie bringen ihnen bei, wie sie Cholera und andere Durchfallerkrankungen behandeln müssen. „Ich sage ihnen, wenn ein Mensch zu euch kommt, der Durchfall hat, dann behandelt ihn sofort mit einem Oralen Rehydratationssalz (ORS), um eine weitere Austrocknung zu verhindern. Wartet nicht!”

 

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