
26.7.2011 - Genete Mohammed wartet geduldig vor dem Belina Arba Ernährungszentrum. Ihre Tochter Iman trägt sie in bunte Tücher eingewickelt auf der Hüfte. Iman ist 18 Monate alt. Wie viele Kinder in Äthiopien war Iman schon immer mager. Doch durch die Dürre verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch. „Es hat viel zu spät geregnet, und dann auch nur zwei Tage lang“, erzählt Genete. Das Wasser verdunstete sofort. Die Ernte war dahin. Mais, Kartoffeln, Erbsen und Zwiebeln – vertrocknet. Die Familie hatte nichts zu essen. „Dann wurde Imams Körper auf einmal so aufgedunsen. Ich hatte furchtbare Angst um sie.“
Im Belina Arba Ernährungszentrum, das von UNICEF unterstützt wird, erfuhr Genete die Diagnose: Mangelernährung. Die Krankenschwester gab ihrer Tochter „Plumpy Nut“, eine nahrhafte Erdnusspaste für schwer mangelernährte Kinder. UNICEF ist Hauptlieferant dieser Zusatznahrung in Äthiopien. Die Therapie ist auf mehrere Wochen angelegt; die Dosis hängt vom Körpergewicht des Kindes ab. Genete kann ihre Tochter zu Hause mit der Erdnusspasste füttern und muss nur zur regelmäßigen Kontrolle ins nahe gelegene Ernährungszentrum.
Auch heute wird Imans Armumfang dort gemessen und sie wird gewogen. „Sechs Kilo!“ verkündet die Schwester zur Freude der Mutter. Bei ihrem ersten Besuch vor drei Wochen wog das Mädchen nur 5,5 Kilo. Ein halbes Kilo Gewichtszunahme – das ist erfolgversprechend. Auch die Schwellung ihres Körpers ist zurückgegangen. „Ich bin so froh, dass es meinem Kind besser geht“, sagt Genete. „Danke!“
UNICEF unterstützt in Äthiopien insgesamt 8.800 Ernährungszentren, in denen mangelernährte Kinder therapeutische Zusatznahrung erhalten. UNICEF hat jetzt Im die Lieferung von angereicherter Mich und Plumpy Nut in diese Zentren massiv verstärkt, um die vielen betroffenen Kinder versorgen zu können. UNICEF unterstützt in Äthiopien außerdem mobile Gesundheitsteams, die Familien in entlegenen Gebieten versorgen. In den vergangenen Jahren hat sich die Ernährungssituation in Äthiopien stark verbessert: Seit 1990 hat sich die Kindersterblichkeitsrate halbiert. Die momentane Situation fordert daher viele Anstrengungen, damit die Situation der Kinder sich nicht wieder langfristig verschlechtert.
Bitte unterstützen Sie UNICEF mit einer Spende für die Nothilfe in Ostafrika – vielen Dank!
Online SpendenUNICEF Deutschland
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln