Krieg und Gewalt hinterlassen in den Seelen vieler Kinder tiefe Spuren. Auch nach Erdbeben oder Flutkatastrophen stehen viele Kinder unter Schock. Die Mädchen und Jungen leiden zum Beispiel unter Angstzuständen, Apathie oder Schlaf- und Konzentrationsstörungen. Traumata bei Kindern werden oft übersehen oder nicht angemessen behandelt. Doch sie können die gesamte Entwicklung eines Kindes beeinträchtigen.
UNICEF richtet in Flüchtlingslagern und Notunterkünften einfache Kinderschutzzentren in Zelten ein. Von UNICEF geschulte Betreuer kümmern sich hier um die Mädchen und Jungen. Sie malen und spielen mit ihnen und ermutigen die Kinder, über ihre schlimmen Erlebnisse zu sprechen. Häufig sind die Kinderschutzzentren der einzige Ort, an dem die Mädchen und Jungen unbeschwert und geschützt spielen können. Das ist auch für die oft selbst verletzten oder traumatisierten Eltern eine wichtige Entlastung.
UNICEF stattet die Zentren mit Mal- und Bastelmaterial sowie mit „Spielekisten“ aus. Nach dem Tsunami in Südasien nutzte UNICEF die Zentren auch, um unbegleitete Kinder zu registrieren und Fotos auszuhängen. So konnten Verwandte die Kinder identifizieren und zu sich nehmen. Nach dem Geiseldrama im nordossetischen Beslan unterstützte UNICEF auch den Aufbau langfristiger Therapieangebote für traumatisierte Kinder..