Verseuchtes Wasser ist für die Kinder in überfüllten Flüchtlingslagern oder Notunterkünften eine der größten Gefahren. Im Wasser lauern Krankheiten wie Cholera, Typhus und Gelbsucht. Durch die unhygienischen Lebensbedingungen stecken sich besonders die Kleinkinder leicht mit gefährlichen Durchfallerkrankungen an. Wenn nicht genug Wasser für die Körperhygiene zur Verfügung steht, drohen zudem Haut- und Augenentzündungen.
UNICEF hilft, die Familien schnell wieder mit sauberem Trinkwasser zu versorgen: So stellt UNICEF Wasserreinigungstabletten und Chlor zur Desinfektion von Brunnen bereit und organisiert Tankwagen sowie große Wasserbehälter zur Versorgung von Notunterkünften. UNICEF verteilt zudem „Familienpakete“ mit Wasserkanistern und weiterem täglichen Bedarf. In Krisensituationen erhalten so Hunderttausende Menschen rasch wieder sauberes Trinkwasser.
Ein Mindestmaß an Hygiene ist überlebenswichtig: UNICEF richtet deshalb auch einfache Latrinen ein und koordiniert die Abwasserentsorgung. Zerstörte Wasserwerke und Kläranlagen werden repariert. Geschulte Freiwillige klären die Familien in Notunterkünften über wichtige Hygieneregeln auf. So kann einfaches Händewaschen mit Seife Durchfallerkrankungen um mindestens 40 Prozent reduzieren.