
Eine extreme Dürre, gestiegene Lebensmittelpreise und bewaffnete Konflikte lösten im vergangenen Jahr eine schwere Hungerkatastrophe in Ostafrika aus. Über 13 Millionen Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti waren auf Hilfe angewiesen. Dank der massiven internationalen Hilfe und einer besseren Ernte hat sich die Situation in Ostafrika inzwischen etwas entspannt. Doch die UNICEF-Hilfe geht weiter. Denn noch immer sind viele Kinder auf Unterstützung angewiesen.
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Baidoa, 3. August 2012 – Seit im Februar die Al Shabab-Milizen aus der Gegend abgezogen sind, zieht es mehr und mehr Menschen in die Stadt Baidoa im Südwesten von Somalia. Baidoa bietet Schutz, denn hier gibt es das einzige Krankenhaus der Region und das Flüchtlingslager Salameyidale.
Die Bevölkerung in Somalia leidet unter der Nahrungsmittelkrise, wiederkehrenden Dürreperioden und bewaffneten Konflikten. Über eine Million Menschen sind im eigenen Land auf der Flucht – darunter 60 Prozent Kinder. Mehr
19.07.2012 - Ein Jahr nach der Erklärung der Hungersnot am Horn von Afrika am 20. Juli 2011 sind nach Angaben von UNICEF noch acht Millionen Menschen in Somalia, Äthiopien und Kenia auf Unterstützung angewiesen. Zwar hat sich die Lage dank der massiven internationalen Hilfe, finanziert auch durch Spenden aus Deutschland, sowie einer besseren Ernte in vielen Gebieten entspannt. Doch besonders Kinder sind weiter von Mangelernährung, Krankheiten, Armut und Unsicherheit bedroht. Nach Einschätzungen von UNICEF leiden fast 900.000 Kinder in der Region an Mangelernährung. Mehr
11.04.2012 - Spender in Deutschland haben die UNICEF-Nothilfe in Ostafrika mit rund 18 Millionen Euro unterstützt. Laut der Vereinten Nationen ist die Mangelernährung in den Hungergebieten Somalias auf das Niveau vor dem Ausrufen der Hungersnot im vergangenen Sommer zurückgegangen. Lesen Sie hier, was UNICEF auch dank Ihrer Hilfe bereits erreichen konnte. Mehr
3.02.2012 - Dank der massiven internationalen Hilfe und einer besseren Ernte hat sich die Situation in den Hungergebieten in Somalia entspannt. Trotzdem leiden in Somalia nach Einschätzung von UNICEF weiter über 320.000 Kinder an akuter Mangelernährung. UNICEF ruft deshalb dringend dazu auf, die lebensrettende Hilfe fortzusetzen. Mehr
5.12.2011 - In Somalia zu helfen, ist nicht leicht – doch in den letzten Wochen ist es UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation WHO gelungen, über 600.000 Kinder gegen die gefährlichen Masern zu impfen. Die Zahl der Neuinfektionen geht bereits zurück. Den ganzen Beitrag lesen im UNICEF-Blog
Mit der Aktion „Zeit zu teilen“ ruft UNICEF dringend zu weiteren Spenden auf und bittet Sie um Ihre Meinung. Helfen Sie mit und geben Sie Ihr Statement ab. Vielen Dank!
29.11.2011 - UNICEF ist seit 40 Jahren in Somalia präsent und eine der wenigen Organisationen, die im Süden Somalias trotz schwieriger Sicherheitsbedingungen arbeiten kann. Mit Partnerorganisationen und nationalen Mitarbeitern nutzt UNICEF jeden Spielraum, um Zugang zu den Hilfsbedürftigen zu erhalten.
04.11.2011 - UNICEF verstärkt seine Hilfe für die Hungernden in Ostafrika weiter. In Dubai wurde dazu ein neues Zulieferungslager für Nahrungsmittel eingerichtet. Von dort aus können auf schnellstem Weg monatlich 5000 Tonnen therapeutische Zusatznahrung in den Hafen der somalischen Hauptstadt Mogadischu gebracht werden.
02.11.2011 - Prinz William und seine Frau Catherine, der Herzog und die Herzogin von Cambridge, starten einen internationalen Spendenaufruf für die Kinder in den Hungergebieten in Ostafrika: Gemeinsam mit dem dänischen Kronprinzenpaar Frederik und Mary besuchen sie am 2. November das zentrale UNICEF-Warenlager in Kopenhagen.
25.10.2011 - Endlich hat in Somalia die Regenzeit eingesetzt. Doch der lang ersehnte Regen bringt auch neue Herausforderungen. Besonders betroffen sind die Flüchtlingslager in und um die Hauptstadt Mogadishu: Die provisorischen Behausungen aus Pappe, Zweigen und Plastikfolie halten dem Wasser nicht stand. Die Gefahr von Unterkühlung, Malaria und Durchfallerkrankungen wie Cholera steigt.
06.10.2011 - Seit Januar 2011 sind über 43.000 Menschen in Somalia an Durchfall erkrankt – 710 Menschen sind bereits daran gestorben. Millionen Menschen im Süden des Landes sind von einer Cholera-Epidemie bedroht. Durchfall und Cholera bedrohen besonders die Kinder.
16.09.2011 - Der kleine Junge lacht und quietscht, während er immer wieder im Kreis um seinen Vater rennt. Mit großen Augen schaut er neugierig in die Kamera – und grinst. Es ist kaum zu glauben: Der quirlige Knirps ist Aden; das Flüchtlingskind aus Somalia, dessen Geschichte vor wenigen Wochen so viele Menschen berührt hat.
14.09.2011 - Als Mohamed in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ankam, war er fast schon tot. Der zweijährige Junge wog gerade einmal fünf Kilo und litt an heftigem Durchfall. Mit seiner Familie war er einen Monat zuvor aus seinem Heimatdorf geflohen.
08.09.2011 - Auch im kenianischen Flüchtlingslager Dadaab hat in dieser Woche das neue Schuljahr begonnen. Doch im Gegensatz zu Kindern in Deutschland ist es für viele Flüchtlingskinder aus Somalia hier das erste Mal, dass sie ein Schulgebäude betreten oder ein Buch in den Händen halten.
06.09.2011 - Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, besuchte Anfang September Hilfsprogramme in Kenia und Somalia. In einem Interview berichtet er von seinen Eindrücken und der Situation vor Ort.
01.09.2011 - Im Südwesten der Hauptstadt Dschibuti, an einer einsamen Wüstenstraße, liegt das Flüchtlingslager Bouldougo. 400 Familien leben hier in selbstgebauten Zelten aus Plastikplanen– einige schon seit Monaten, andere erst seit ein paar Tagen. Es gibt nichts in Bouldougo – keine Latrinen, kein Wasser, und kaum Hoffnung.
31.08.2011 - Das Wajir Distrikt im Nordosten Kenias ist mit am stärksten von der Hungerskatastrophe betroffen. Obwohl im Moment Schulferien sind, werden die Schulspeisungen fortgeführt, damit die Kinder wenigstens eine Mahlzeit am Tag bekommen.
22.08.2011 - In einem Interview beantwortet Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender von UNICEF Deutschland, Fragen zur internationalen Hilfe in Ostafrika.
11.08.2011 - Mangelernährung ist in Somalia und einigen anderen Ländern Afrikas tägliche Realität. Nun kommt die Dürre hinzu, und es ist sehr schwierig für die Menschen, an Nahrung und Trinkwasser zu kommen und für die Familien, sich um ihre Kinder zu kümmern, damit sie nicht krank werden.
UNICEF-Mitarbeiterin Alexandra Rosetti hat mit Peter Hailey, Leiter der Ernährungsprogramme von UNICEF Somalia, gesprochen.
Zum Interview
09.08.2011 - UNICEF-Mitarbeiterin Alexandra Rosetti war im kenianischen Dadaab. Aus dem größten Flüchtlingslager der Welt schildert sie ihre Erlebnisse der vergangenen Tage und erklärt, wie UNICEF den Kindern hilft. Mehr
04.8.2011 - Rozanne Chorlton ist seit vier Jahren Leiterin von UNICEF in Somalia.
In einem Interview spricht sie über die Herausforderungen im Süden Somalias, das zögerliche Verhalten der Weltöffentlichkeit und über die UNICEF-Arbeit vor Ort.
Bericht von Chris Tidey, UNICEF-Mitarbeiter im kenianischen Dadaab.
03.8.2011 - Ich bin seit mehreren Wochen in Dadaab und habe schon viele Familien getroffen. Immer wieder bin ich beeindruckt von der Willensstärke und Kraft der Flüchtlinge hier. Aber kein Schicksal hat mich so bewegt wie die Begegnung mit Abdile und seinem Sohn Aden. Vor Wochen schon hatte Abdile zusammen mit seiner Familie sein Heimatdorf in Somalia verlassen. Das letzte Vieh war gestorben, die Brunnen längst ausgetrocknet. Abdile und seine Frau machten sich gemeinsam mit ihren vier Kindern und der Großmutter auf den langen, beschwerlichen Weg nach Kenia, um dort Wasser und Nahrung zu finden. Mehr
01.8.2011 - Es ist heiß und staubig in Liboi, einem kleinen Dorf an der Grenze zwischen Kenia und Somalia. Auch hier sind die Folgen der Dürre deutlich zu spüren – die Kinder sind ausgezehrt, viele Brunnen ausgetrocknet. Nahrungsmittel und Wasser sind knapp geworden in Liboi; das meiste Vieh ist bereits verendet. Viele Flüchtlinge aus Somalia überqueren in Liboi die Grenze nach Kenia – auf dem Weg ins Lager Dadaab, in dem sie sich Hilfe erhoffen. Mehr
26.7.2011 - Genete Mohammed wartet geduldig vor dem Belina Arba Ernährungszentrum. Ihre Tochter Iman trägt sie in bunte Tücher eingewickelt auf der Hüfte. Iman ist 18 Monate alt. Wie viele Kinder in Äthiopien war Iman schon immer mager. Doch durch die Dürre verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch. Mehr
14.7.2011 - Ich sah sie das erste Mal im Block N-Zero – dem Teil des Lagers, in dem sich die neu angekommenen Flüchtlinge aufhalten. Amina (Name geändert) hatte ihr Kopftuch so gewickelt, dass ich nur ihre Augen sah. Dass sie ein junges Mädchen war, konnte ich erkennen; mehr zuerst nicht.
Dann bemerkte ich, dass sie schwanger war, hochschwanger. Mehr
12.7.2011 - Es war eine schwere Entscheidung. Doch zum Schluss blieb Hawa Issak nichts anderes übrig, als ihre Heimat zu verlassen. Die anhaltende Dürre im südlichen Somalia hatte ihre Ernte zerstört; ihr Mann hatte sich bereits vor Monaten auf den Weg gemacht. Gemeinsam mit sechs Nachbarsfamilien brach die hochschwangere Hawa auf ins benachbarte Kenia – zu Fuß. Mehr
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