
Auch in Indien, Thailand, auf den Malediven sowie in Somalia, Myanmar und Malaysia hat UNICEF nach dem Tsunami Not- und Wiederaufbauhilfe geleistet:
In Indien hat UNICEF geholfen, die Wasserversorgung für über 700.000 Menschen dauerhaft wieder aufzubauen. Zusätzlich installierte UNICEF an den Schulen Latrinen und Handwaschbecken, die 250.000 Kindern zugutekommen. UNICEF hat über 4.900 Krankenhäuser und Gesundheitszentren mit Medikamenten und medizinischen Geräten ausgestattet. Neun speziell ausgestattete Krankenwagen helfen, gefährdete Schwangere und Neugeborene besser zu versorgen. Über 22.000 Gesundheitshelfer haben an Schulungen teilgenommen. UNICEF stattete fast 620.000 Kinder mit Schulmaterial aus und schulte Tausende von Lehrern, um die Unterrichtsqualität zu verbessern. 170.000 Kinder nahmen an Spieltherapie- und Betreuungsangeboten teil.
In Thailand hat UNICEF an 91 Schulen für Latrinen und Waschmöglichkeiten gesorgt - 35.000 Kinder profitieren davon. 628.000 Kinder wurden durch Aufklärungskampagnen über Hygiene erreicht. UNICEF konnte auch dazu beitragen, dass sich die Gesundheitsversorgung gerade der ärmsten Familien deutlich verbessert hat: zum Beispiel in entlegenen Regionen und in Migrantensiedlungen. 24.000 Gesundheitshelfer und Freiwillige aus den Dörfern nahmen an Kursen teil, um beispielsweise Eltern über den Schutz vor Krankheiten und Mangelernährung zu informieren. Seit 2007 führt die Regierung das Programm fort und sorgt beispielsweise dafür, dass die Kinder monatlich gemessen und gewogen werden. UNICEF hat die Behörden auch darin angeleitet, den Gesundheits- und Ernährungszustand der Kinder effektiv zu überwachen.
UNICEF hat große Mengen Schulmaterial bereitgestellt und knapp 5.000 Schulleiter und Lehrer in kinderfreundlichen Lehrmethoden geschult. 150.000 Kinder nahmen an psychosozialen Betreuungsangeboten teil. UNICEF hat dafür Spiel- und Sportmaterial bereitgestellt. UNICEF hat auch geholfen ein System aufzubauen, um durch den Tsunami verwaiste Kinder und andere benachteiligte Kinder zu identifizieren und sie vor Gewalt und Missbrauch zu schützen. Mittlerweile ist das System in 36 Unterdistrikten etabliert, eine landesweite Umsetzung wird diskutiert.
Auf den Malediven hat UNICEF Meerwasser-Entsalzungsanlagen bereitgestellt und Auffangtanks für Regenwasser auf die Inseln gebracht. Über 50.000 Menschen haben so wieder eine sichere Trinkwasserversorgung. Über 760 Gesundheitshelfer nahmen an Schulungen teil. UNICEF hat außerdem 41 Schulen und 20 Ausbildungszentren für Lehrer neu gebaut. UNICEF hat auch Freiwillige in der psychosozialen Betreuung von Kindern geschult und 21 Beratungszentren für Familien mit eingerichtet.
In Somalia hat UNICEF über 30 durch die Flutwelle zerstörte Brunnen und Wassersysteme für insgesamt 45.000 Menschen repariert. 14 Gesundheitsstationen, die UNICEF instandgesetzt hat, stellen die medizinische Grundversorgung von fast 70.000 Menschen sicher. UNICEF hat auch sechs Schulen dauerhaft wieder aufgebaut. Heute gehen in der Region rund 6.000 Kinder zur Schule. 2005 waren es nur 1.700.
In Myanmar hat UNICEF geholfen, 553 Brunnen wieder funktionsfähig zu machen und über 730 Gesundheitsstationen auszustatten. UNICEF half den Dorfbewohnern auch, rund 940 beschädigte Schulen für 130.000 Kinder zu renovieren. Fast 700 Schulen erhielten Trinkwasseranschluss und sanitäre Anlagen. 20.000 Lehrer nahmen an Fortbildungen teil.
In Malaysia hat UNICEF über 1.000 Lehrer und Sozialarbeiter in psychosozialer Betreuung geschult. Ein Programm in der Provinz Kedah hat geholfen, Schulkinder über richtiges Verhalten im Katastrophenfall aufzuklären. Heute haben alle der über fünf Millionen Schulkinder im Land daran teilgenommen.
