
In Sri Lanka richtete der Tsunami in der Hälfte aller Provinzen schwere Schäden an. Mehr als 100.000 Häuser wurden zerstört. Über 35.000 Menschen starben, ein Drittel von ihnen Kinder. Erschwert wurde die Hilfe durch die Kämpfe zwischen der Regierung und der LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) im Nordosten des Landes.
UNICEF hat in Sri Lanka mehr als 8.400 Brunnen und Regenwassertanks neu gebaut oder instandgesetzt. So haben fast 130.000 Menschen sauberes Trinkwasser. In entlegenen Dörfern hat UNICEF geholfen, Einheimische im Bau einfacher Sammelsysteme für Regenwasser auszubilden. 3.300 dieser Systeme sind bereits fertig. Weitere 155.000 Menschen erhielten durch Bau oder Instandsetzung von 86 neuen, großen Wasseranlagen Zugang - beispielsweise in den Regionen Tangalle, Thirikkovil und Kantala. An 702 Schulen hat UNICEF einfache Latrinen und Handwaschbecken installiert. Über 270.000 Schülerinnen und Schüler wurden durch Hygieneaufklärung erreicht.
UNICEF hat über 260 Krankenhäuser, mobile Gesundheitsstationen und Kreißsäle mit medizinischem Bedarf ausgestattet. Dazu gehören Medikamente, Impfstoffe, Ausrüstung zum Messen und Wiegen von Neugeborenen und Kleinkindern sowie chirurgische Instrumente. 30 Gesundheitsstationen hat UNICEF komplett neu gebaut, sie sind die medizinische Grundsicherung für rund 318.000 Menschen. UNICEF half auch, 3.500 Gesundheitshelfer rund um Gesundheit und Ernährung bei Kindern zu schulen.
UNICEF hat in Sri Lanka 27 große Schulen für 91.000 Kinder komplett wieder aufgebaut und neu ausgestattet. Fünf weitere sind noch im Bau. 3.500 Lehrer haben an Fortbildungen teilgenommen. UNICEF hat auch geholfen, Schulkomitees aus Eltern, Lehrern und weiteren Dorfvertretern zu gründen. Sie kümmern sich mit um den Schulbetrieb und den Erhalt der neuen Gebäude. 285.000 Kinder haben von UNICEF Schulmaterial erhalten.
UNICEF hat über 85.000 Kinder und ihre Eltern mit psychosozialen Angeboten erreicht, darunter zum Beispiel Spielangebote. UNICEF hat auch 27 Beratungsstellen für Familien neu gebaut und eingerichtet. Gerade in sehr armen Gemeinden sind sie eine wichtige Unterstützung. 2009 erhielten hier über 2.300 Kinder Hilfe, 400 Mitarbeiter nahmen an Schulungen teil.
