
„Früher waren wir froh, wenn irgendjemand einem Kind ein besseres Leben versprach und es mitnahm“, erzählt der Dorfoberste Kpinzènou Laly aus Kpatchamè. „Heute würde im Dorf keiner mehr einem Fremden seine Kinder anvertrauen.“ Der Grund: UNICEF unterstützt in dem 1.500 Einwohner zählenden Ort in Benin ein Dorfkomitee gegen Kinderhandel. Freiwillige Helfer gehen mit dem Megaphon durch die Straßen und weisen auf die Gefahren für die Kinder hin.
UNICEF strahlt in Kpatchamè zudem Radiospots und Diskussionssendungen aus, um die Familien vor den Machenschaften der Menschenhändler zu warnen. Auch im Nachbardorf Sessivali haben schon alle Kinder und Frauen vom schmutzigen Geschäft der Kinderhändler gehört. Houedo Adounsi, elf Jahre alt, will deshalb nicht im Ausland arbeiten müssen. Stolz trägt er seine schon recht abgetragene Schuluniform und erzählt von seinem Traumberuf: „Ich will später Minister werden. Da verdient man viel Geld!“
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