UNICEF-Studie über Kinderarmut in reichen Ländern.
„Sie äußert sich in einer sozialen Ausgrenzung. Die Kinder können vieles nicht mitmachen, was andere Kinder machen. Sie kriegen nicht die gleichen Bildungschancen, die wir haben – und das ist das Zentrale. Sie sind gesundheitlich wahrscheinlich etwas anfälliger. Aber das Wesentliche ist, dass sie in ausgegrenzten, isolierten Kulturen aufwachsen und sich schwerer tun, im Leben vorwärts zu kommen, als die Kinder, die in begünstigteren Familien aufwachsen.“
“Wir haben 17 von 24 Ländern, für wir Daten hatten, genauer untersucht. Und da gab es nur vier Länder, in denen wir einen Rückgang der Kinderarmut feststellen konnten. Auf jeden Fall gibt es enorme Unterschiede - Faktor 10 oder Faktor 8 in den europäischen Ländern. Das reicht von über zwei Prozent in Dänemark bis zu über 16 Prozent in Italien.“
„The very wide variety that we’ve found between the child poverty levels in diferent rich nations, different oecd countries – thats not an accident. The child poverty rate is the outcome of a combination of market forces, of government policies, of social changes. But it is changeable. And the very fact, that you have such a wide variety of lelevs of child poverty is in fact a statement, that there is enormous scope for improvement. There is enourmous opportunity.”
„Es ist auch festzustellen, dass der armutsreduzierende Effekt der Sozialleistungen, des Transfersystems insgesamt, zurückgegangen ist in den letzten zehn Jahren. Ein ganz großer Beitrag – denke ich – wird vor allen Dingen eben durch die Verschlechterung der Arbeitsmarktsituation ausgelöst oder beigetragen worden sein in den vergangenen zehn Jahren.“
„Im Jahr 2001 lag die Armutsgrenze pro Kind, pro Person bei etwa 8.700 Euro im Jahr. Insgesamt sind es im Jahr 2001 zirka 1,5 Millionen Kinder gewesen, die in Armut, in relativer Armut gelebt haben. Und die Betroffenheit von Kinderarmut war unter Zuwandererfamilien besonders hoch. Und auch unter Alleinerziehenden“.
„Einmal ist es eine gute Schulbildung für alle Kinder in Deutschland. Vor allem für Kinder von Einwandererfamilien, dass die frühzeitig an die deutsche Sprache und in das deutsche Bildungssystem hereingebracht werden. Zweitens: Entlastung alleinerziehender Mütter. Und drittens: Eine bessere Steuerung der Zuwendungen an Familien mit armen Kindern, damit die Benachteiligungen durch die Armut vermindert werden.“
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