Als einziges Kind einer Stuttgarter Industriellenfamilie sollte Gustav Rau den elterlichen Autozulieferbetrieb übernehmen. Er studierte Volkswirtschaft und arbeitete in der Firmenleitung. Mit 40 Jahren jedoch gab er seinem Leben eine Wende: Er verkaufte das Unternehmen, begann ein Medizinstudium, spezialisierte sich auf Kinderheilkunde und Tropenmedizin und ging nach Afrika. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo errichtete er ein Krankenhaus, das heute von UNICEF unterstützt wird. Und er sammelte Kunst. Fast 800 Gemälde, Skulpturen und kunsthandwerkliche Objekte kamen im Laufe der Jahre zusammen – darunter Schlüsselwerke aus allen Epochen der neuzeitlichen europäischen Kunst, vom 14. Jahrhundert bis hin zum Postimpressionismus.
Den Wünschen von Gustav Rau folgend, werden die Hauptwerke seiner Kunstsammlung bis 2026 in zwei Museen öffentlich gezeigt. Die Gemälde zeigt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck im Rahmen von Wechselausstellungen; ausgewählte Skulpturen sind im Rahmen der ständigen Ausstellung des Kölner Museums Schnütgen zu sehen.
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