
Es handelt sich nachstehend um eine bloße Darstellung der gesetzlichen Grundlagen. Diese ersetzt nicht die Beratung durch einen Steuerberater. Im Hinblick auf die persönliche Besteuerungssituation ist in jedem Fall ein Steuerberater zu konsultieren.
Engagement für „einen guten Zweck“ kann mit steuerlichen Vorteilen verbunden sein. Als Stifter
oder Stifterin werden Sie steuerlich begünstigt. Zuwendungen an gemeinnützige Stiftungen
können gegen Vorlage einer Zuwendungsbestätigung als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden.
Das neue Stiftungsrecht, welches im September 2007 beschlossen wurde, bildet hierfür rückwirkend zum 1. Januar 2007 die Grundlage. Das Gesetz sieht generell folgende Abzugsmöglichkeiten bei Zuwendungen (Spenden, Zustiftung) an Stiftungen vor:
1. Spenden
Spenden zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke im Sinne der §§ 52 bis 54 AO an eine gemeinnützige Stiftung können gem. § 10 b Abs. 1 EStG insgesamt bis zu 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte des Spenders als Sonderausgaben abgezogen werden. Spenden, die die Höchstbeträge überschreiten oder im Veranlagungszeitraum der Zuwendung nicht berücksichtigt werden können, sind unbegrenzt vortragsfähig, d.h. sie können auch in den folgenden Jahren unter Maßgabe der genannten Grenzen abgezogen werden.
2. Zustiftung
Gemäß § 10 b Abs. 1a Satz 1 EStG können Spenden in den Vermögensstock einer gemeinnützigen Stiftung (so genannte Zustiftung) auf Antrag des Steuerpflichtigen im Jahr der Zuwendung und den folgenden neun Jahren bis zu einem Gesamtbetrag von 1 Million Euro abgezogen werden. Diese Abzugsmöglichkeit ist zusätzlich zu dem oben beschriebenen Spendenabzug möglich. Verheiratete können den Betrag von 1 Million Euro pro Ehegatte und damit doppelt geltend machen, vorausgesetzt, jeder Ehegatte hat eine maßgebliche Zuwendung geleistet.
Dieser besondere Abzugsbetrag kann innerhalb von zehn Jahren nur einmal in Anspruch genommen werden.
Unternehmen können Spenden gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 2 KStG an steuerbegünstigte Körperschaften in Höhe von insgesamt bis zu
1. 20 % des Einkommens oder
2. 4 ‰ der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und
Gehälter als Betriebsausgaben abziehen.
Für Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung (so genannte Zustiftung) bestehen keine Abzugsmöglichkeiten.
UNICEF Deutschland
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln
Ulrike Struck
Tel: 0221/936 50 – 252
E-Mail senden
