
Seit ihrer Gründung konnte die UNICEF-Stiftung ihr Gründungsvermögen durch Zustiftungen und testamentarische Zuwendungen deutlich erhöhen. Viele Menschen haben so zur langfristigen Hilfe für die Not leidenden Kinder der Welt beigetragen – ihnen allen gilt unser herzlichster Dank. Stellvertretend seien drei Stifter genannt, die für ihr Engagement auch öffentlich eintreten.
Die erfolgreiche Dressurreiterin Ann Kathrin Linsenhoff gründete 2002 eine eigene Stiftung unter dem Dach der UNICEF-Stiftung. Ihre Spitzenpferde tragen den Beinamen „-UNICEF“; bis zur Beendigung ihrer sportlichen Laufbahn im Frühjahr 2007 kamen alle Preis- und Sponsorengelder dem guten Zweck zugute.
Ann Kathrin Linsenhoff möchte möglichst viele Menschen dazu motivieren, benachteiligten Kindern zu helfen: Seit 2003 öffnet sie während des „Schafhof-Festivals“ ihr Anwesen für Tausende Besucher. Mit den Erlösen der Benefizveranstaltungen konnten bereits UNCEF-Projekte im Irak, in Ägypten und im südlichen Sudan realisiert werden. Seit April 2008 ist Ann Kathrin Linsenhoff ehrenamtliche stellvertretende Vorstandsvorsitzende beim Deutschen Komitee für UNICEF.
„Ich weiß meinen materiellen Besitz nun in guten Händen. Ich vertraue ihn einer Organisation an, die sich dem einzigen Sinn verschrieben hat, den ich auch meinem Leben gegeben habe: der Hilfe für Not leidende Kinder“, erklärte der Philanthrop anlässlich der Übergabe seiner Sammlung an UNICEF.
Die bislang bedeutendste Schenkung erfolgte im September 2001 von Dr. Dr. Gustav Rau (1922-2002), der UNICEF seine überaus wertvolle Kunstsammlung übergeben hat.
Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften trat der Fabrikantensohn Gustav Rau zunächst in den elterlichen Betrieb für Autozubehör ein. Mit 40 Jahren begann er, Medizin zu studieren und wurde Kinderarzt. Nach dem Tod seines Vaters verkaufte er 1972 das elterliche Unternehmen und ließ sich als Arzt in Afrika nieder – zunächst in Nigeria, anschließend in der heutigen Republik Kongo. In Ciriri bei Bukavu im Osten des Landes errichtete er ein Krankenhaus. Bis 1993 arbeitete er in seinem Hospital, in dem jedes Jahr Tausende Kinder und Erwachsene behandelt und mit Nahrungsmitteln versorgt wurden. Rau lebte bescheiden und zurückgezogen, leistete sich aber einen Luxus: die Liebe zur Kunst. Seit 1958 reiste er zu vielen wichtigen Kunstauktionen in Paris, London und New York. Er trug eine Sammlung zusammen, in der ausgewählte Meisterwerke aus allen Kunstepochen vom Spätmittelalter bis zum Impressionismus vertreten sind. In UNICEF fand Gustav Rau den Partner, um sein Lebenswerk für die Zukunft zu sichern und sein Vermögen in den Dienst der Ärmsten zu stellen.
2005 gründeten Constanze und Dr. Oliver Niedermaier unter dem Dach von UNICEF Deutschland die Tashi-Stiftung für Kinder im Himalayaland Bhutan.
Die Motivation zur Gründung der Stiftung entstand 2005 bei einer Reise durch das faszinierende Land. Lachende Gesichter von Kindern, die trotz bitterer Armut eine große Lebensfreude ausstrahlen und der Satz des Fremdenführers Rinzin "Das Einzige was ich meinen Kindern für die Zukunft geben kann - ist Bildung", führten zu dem Entschluss, den Kindern in Bhutan zu helfen.
Oliver Niedermaier ist Technologie-Unternehmer. Nach dem Verkauf eines von ihm gegründeten international tätigen Unternehmens entschloss er sich, einen Teil des Erlöses für Not leidende Kinder zu stiften. Auch zukünftig ist geplant, der Stiftung regelmäßig Teile von unternehmerischen Beteiligungen (neben weiteren Geldbeträgen) zuzuführen, um sie an deren Wertsteigerungen partizipieren zu lassen. Auch über Freunde und Geschäftspartner soll das Vermögen der Stiftung weiter anwachsen.
Constanze Niedermaier betreut die Stiftung und arbeitet eng mit UNICEF in Deutschland, Bhutan und New York zusammen, um ihre langjährigen Marketing-Erfahrungen einem guten Zweck zur Verfügung zu stellen.
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