Südsudan: Zweite Chance für Kindersoldaten

"MEIN DORF HAT SO VIEL LEID ERLEBT...

...also schloss ich mich den Rebellen an."
Buret (Name geändert) klingt mit seinen elf Jahren wie ein kriegsmüder alter Mann, seine Augen wirken leer. Er hat im Bürgerkrieg in Südsudan Menschen sterben sehen und erschossen. Als die SSDA, eine militante Gruppe, die sich gegen Präsident Salva Kiir auflehnte, in sein Dorf kam, ging er mit ihnen. Er hoffte auf ein besseres Leben. Doch es ging ihm schlecht. Er musste weit laufen, kämpfen, wurde ausgebeutet.

"Jetzt will ich zur Schule gehen"


© UNICEF/NYHQ2015-0118/Peru

Kindersoldaten wie Buret werden mit Drogen und Gewalt gefügig gemacht oder durch Märchen und leere Versprechungen in die Armee gelockt. Ist ihr Wille erst einmal von roher Gewalt abgestumpft, töten und zerstören sie nahezu alles auf Befehl.

Mittlerweile ist Buret frei.
Im Übergangsheim in Gamuruk bekommt er Unterkunft und einfühlsame Beratung. Hier hat er mit Hilfe von UNICEF die Chance, dass sich sein Leben zum Guten wendet. "Ich möchte zur Schule gehen und danach denen helfen, die in einer ähnlichen Lage sind wie ich es damals war", sagt der Elfjährige über seine Zukunftswünsche.

Gemeinsam haben wir 3.000 Kinder befreit

Anfang 2015 wurden Buret und 230 weitere Kindersoldaten in Yonglei, Südsudan freigelassen. Manche von ihnen kämpften seit vier Jahren! Insgesamt wurden mittlerweile rund 3.000 kämpfende Mädchen und Jungen befreit – das haben UNICEF und seine starken Partner erfolgreich verhandelt.


© UNICEF/NYHQ2015-0101/Peru

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