Zentralafrikanische Republik: Hunger und Gewalt bedrohen die Kinder

UNICEF: NOTHILFE FÜR DIE SCHWÄCHSTEN

Endlich ist sie nicht mehr hungrig! Die zweijährige Douyassi in der Zentralafrikanischen Republik war lange Zeit mangelernährt, bis sie in einem Ernährungszentrum spezielle Nahrung wie zum Beispiel diese Erdnusspaste erhielt. Man kann ihr ansehen, wie sie von Tag zu Tag stärker wird - und wieder Kraft bekommt zu spielen und zu lachen.

Hungerkrise spitzt sich zu 

Die Hungerkrise in der Zentralafrikanischen Republik hat sich in der letzten Zeit immer mehr verschärft. In den besonders betroffenen Regionen droht eine Hungersnot. Immer mehr Kinder sind schwerst mangelernährt. Die Mädchen und Jungen im Land brauchen dringend unsere Hilfe, um nicht an Hunger zu sterben. 

"Wir wurden von der Séléka (Anm.: Eine der Rebellengruppen des Landes) attackiert und mussten fliehen", erzählt die 15-jährige Gilberte (hier mit ihrer 2-jährigen Tochter Florencia). Die Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik macht auch vor Kindern und Frauen nicht Halt.
© UNICEF/UN0149421/Sokhin

Die Kinder in der Zentralafrikanischen Republik haben ein unvorstellbar hartes Leben. Immer wieder kommt es in dem politisch sehr instabilen Land zu heftigen Ausbrüchen von Gewalt. Mehr als eine Million Menschen sind auf der Flucht - das entspricht einer von vier Familien des Landes. Die Situation für die Kinder im Land ist katastrophal. 

Gewalt auch gegen Kinder und Frauen

Es ist schwer vorstellbar, wie Kinder in einem Land wie der Zentralafrikanischen Republik überhaupt leben können. Seit Jahren kämpfen dort verschiedene bewaffnete Gruppen gegeneinander. Ende 2017 hat die Gewalt sogar wieder zugenommen. Die Kämpfe richten sich auch gegen die Zivilbevölkerung – oft werden Frauen und Kinder angegriffen und getötet.

Trinkwasser und Nahrung fehlen

Die Mädchen und Jungen der Zentralafrikanischen Republik haben nicht genug Trinkwasser und Nahrung. Viele der Kinder sind akut unterernährt (mangelernährt). In weiten Teilen des Landes gibt es noch nicht einmal eine minimale Gesundheitsversorgung. Ein großer Teil der Mädchen und Jungen sind traumatisiert von der brutalen Gewalt, die sie umgibt. Viele Kinder wachsen auf, ohne Lesen und Schreiben zu lernen.

200 Dosen Impfstoff gegen Polio
1 Hygiene-Paket u.a. mit Wasserreinigungstabletten
180 Päckchen Spezialmilch für mangelernährte Kinder

Hohe Kindersterblichkeit – niedrige Lebenserwartung

Die Menschen der Zentralafrikanischen Republik leben in größter Armut und haben eine extrem niedrige Lebenserwartung. Viele Mädchen und Jungen überleben die ersten Monate nicht. Die Kinder sind durch Krankheiten wie Malaria und HIV sehr gefährdet. Mittlerweile braucht die Hälfte der Menschen der Zentralafrikanischen Republik humanitäre Hilfe. Das sind 2,5 Millionen Menschen und davon allein 1,3 Millionen Kinder.

UNICEF in der Zentralafrikanischen Republik

Immer wieder werden in der Zentralafrikanischen Republik auch Hilfsorganisationen angegriffen. Trotz der extrem schwierigen Bedingungen arbeitet UNICEF unerschütterlich weiter. UNICEF setzt alles daran, das Leben der Kinder zu verbessern.

Das haben wir schon für die Kinder erreicht – einige Beispiele: 

Hilfsgüter: UNICEF stellte für Zehntausende Haushalte Hilfsgüter wie Moskitonetze, Decken, Kochutensilien und Hygienesets bereit. Dazu liefert UNICEF auch sauberes Trinkwasser und kümmert sich um einfache sanitäre Anlagen in den Flüchtlingscamps.

Spezialnahrung gegen Mangelernährung: UNICEF versorgt unterernährte Kinder mit einer speziellen proteinhaltigen Nahrung. Damit kommen die Mädchen und Jungen schnell wieder zu Kräften.

Impfungen und medizinische Hilfe: UNICEF impft die Kinder und leistet medizinische Hilfe, beispielsweise bei Krankheiten wie Malaria und Polio.

Spielzonen für Kinder: In den Camps baut UNICEF kinderfreundliche Zonen auf. Dort können die Kinder spielen, aber auch in Ruhe für die Schule lernen.

Kinderschutz: Mehrere Tausend Kindersoldaten wurden mit der Unterstützung von UNICEF aus bewaffneten Gruppen befreit. UNICEF hilft ihnen, wieder zurückzufinden in ein normales Leben. Sie können endlich wieder eine Schule besuchen und mit UNICEF-Mitarbeitern über ihre schlimmen Erlebnisse sprechen.

Bildung: Allein im Jahr 2017 hat UNICEF für über 50.000 Kinder improvisierte Schulräume eingerichtet.

Deborah ist 13 Jahre alt und besucht eine Übergangsschule in Bangui im Süden der Zentralafrikanischen Republik. Bitte unterstützen Sie Kinder wie sie mit Ihrer Spende! Herzlichen Dank!
© UNICEF/UN0149424/Sokhin

Helfen Sie gegen den Hunger!

Bitte spenden Sie jetzt, damit wir weiterhin für die Kinder der Zentralafrikanischen Republik da sein können. Mit Ihrer Spende haben die Kinder eine Chance auf ein gesundes und sicheres Leben! 

Einsatz zwischen den Fronten

UNICEF-Mitarbeiter Daniel Timme berichtet in einer bewegenden Reportage aus der Zentralafrikanischen Republik von einem der schlimmsten Konflikte unserer Zeit.

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