Pressemitteilung
ZWEI MILLIONEN KINDER AM HORN VON AFRIKA BRAUCHEN DRINGEND HILFE
Köln
Mittwoch, 4. Dezember 2013, 16:20 Uhr

HUNGER UND DÜRREKATASTROPHE AM HORN VON AFRIKA

Die Situation am Horn von Afrika verschlechtert sich dramatisch. Es droht eine humanitäre Katastrophe. Zwei Millionen Kinder sind mangelernährt, eine halbe Million davon so schwer, dass ihr Leben unmittelbar bedroht ist. Sie brauchen umgehend Hilfe. Insgesamt sind über zehn Millionen Menschen in Somalia, Kenia und Äthiopien von der schwersten Dürre seit fünfzig Jahren betroffen. Ausgelöst wurde die Krise durch eine extreme Dürre, dramatisch angestiegene Lebensmittelpreise und bewaffnete Konflikte. In einigen Regionen wie in Nordkenia leidet bereits jedes vierte Kind an akuter Mangelernährung; in Somalia ist der Anteil noch höher. Die Vereinten Nationen gehen von der derzeit schwersten Nahrungsmittelkrise auf der Welt aus.

UNICEF warnt vor einer schleichenden humanitären Katastrophe am Horn von Afrika. Über zehn Millionen Menschen in der Region brauchen dringend humanitäre Hilfe, darunter sind rund zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti. Ausgelöst wurde die Krise durch eine extreme Dürre, dramatisch angestiegene Lebensmittelpreise und bewaffnete Konflikte. In einigen Regionen wie in Nordkenia leidet bereits jedes vierte Kind an akuter Mangelernährung; in Somalia ist der Anteil noch höher. Die Vereinten Nationen gehen von der derzeit schwersten Nahrungsmittelkrise auf der Welt aus.

„Dies ist eine der schwersten Krisen seit Jahrzehnten in der Region“, erklärt der UNICEF-Nothilfeleiter für das Östliche und Südliche Afrika, Robert McCarthy. „Die nächste Ernte in den Dürregebieten wird sehr klein ausfallen. Auch der Konflikt in Somalia geht weiter. Gleichzeitig erhöhen die hohen Lebensmittelpreise den Druck auf die ärmsten Familien. Die Kinder leiden still und zahlen den höchsten Preis.“

Wegen der Dürre und des Bürgerkriegs in Somalia sind in den letzten Monaten Zehntausende Menschen in die Nachbarländer Kenia und Äthiopien geflohen. Jede Woche treffen rund 10.000 Somalier in den Notlagern in Dadaab im Osten Kenias ein. Ihr Gesundheitszustand ist nach tagelanger Reise durch die Dürrezone schlecht. Ein großer Teil der Kinder ist stark mangelernährt. Auch die Bedingungen in den Lagern sind Besorgnis erregend. Die Hilfsorganisationen müssen 360.000 Menschen versorgen – in Lagern, die für 90.000 Menschen ausgelegt sind. Schätzungsweise 80.000 Flüchtlinge sind nach Äthiopien gelangt.

Viele Hirten haben ihr Vieh und damit die Lebensgrundlagen verloren. Gleichzeitig sind die Lebensmittelpreise in die Höhe geschossen. In der Somalischen Stadt Baidoa stieg der Preis für Hirse um 240 Prozent. In Teilen Äthiopiens stiegen die Preise für Mais um 117 Prozent und in Kenia um 58 Prozent.

UNICEF unterstützt in den besonders betroffenen Gebieten die Versorgung mangelernährter Kinder, führt Impfprogramme durch und hilft bei der Gesundheitsversorgung. Dürreflüchtlinge in Lagern werden mit Trinkwasser und Latrinen versorgt.

UNICEF ruft zu Spenden für die Kinder am Horn von Afrika auf:

Spendenkonto: 300.000Bank für Sozialwirtschaft Köln; BLZ 370 205 00Stichwort: Nothilfe Horn von Afrika

Rudi Tarneden

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