Pressemitteilung
UNICEF: LAGE DER KINDER WEITER KRITISCH
Köln
Donnerstag, 14. November 2013, 12:23 Uhr

TAIFUN AUF DEN PHILIPPINEN

Gefahr durch Krankheiten und Hunger / UNICEF Deutschland stellt zwei Millionen Euro aus Spenden bereit

Die Lage der Kinder im Katastrophengebiet auf den Philippinen ist trotz der massiv angelaufenen Hilfe weiter kritisch. Allein unter den rund 600.000 Obdachlosen befinden sich laut UNICEF über 100.000 Kleinkinder unter fünf Jahren. UNICEF-Helfer berichten, dass bereits Fälle von Kindern mit Fieber aufgetreten sind. Die Gefahr von lebensgefährlichen Durchfallerkrankungen durch verseuchtes Wasser ist extrem hoch. Es drohen außerdem Infektionskrankheiten wie Masern und Lungenentzündung, da der Gesundheitszustand von Kindern in dieser sehr armen Region schlecht ist. Ein großer Teil der Kinder ist nicht ausreichend geimpft.

Die Lage der Kinder auf den Philippinen ist weiterhin kritisch. © UNICEF/Maitem

© UNICEF/Maitem

UNICEF Deutschland dankt der Bevölkerung für die große Hilfsbereitschaft und stellt heute die ersten zwei Millionen Euro für die Nothilfe auf den Philippinen bereit.

„Wir arbeiten mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln daran, eine Katastrophe nach der Katastrophe durch Krankheiten und Hunger zu verhindern“, sagt der Arzt Dr. Willibald Zeck, Leiter der Gesundheits- und Ernährungsprogramme von UNICEF auf den Philippinen. „In den kommenden vier Wochen werden schätzungsweise 8.000 Mütter ihr Baby inmitten von Chaos und Not zur Welt bringen. UNICEF arbeitet jetzt in Tacloban und anderen, entlegenen Orten mit seinen Partnern daran, provisorische Geburtshilfe möglich zu machen und das Überleben von Mutter und Kind zu sichern.“

So hilft UNICEF

  • UNICEF hat zusätzliche Nothilfeteams ins Land gebracht, die Hilfsmaßnahmen im Bereichen Gesundheit und Ernährung sowie Wasserversorgung und Kinderschutz vorantreiben.
  • In Tacloban, Ormoc und Roxas sind UNICEF-Hilfsgüter für rund 80.000 Menschen eingetroffen. Darunter Hygiene-Sets, Wassertanks, Wasserreinigungstabletten, Material zum Bau von Latrinen, Planen, Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel.
  • In Tacloban richten UNICEF und seine Partner die Wasserversorgung für 45.000 Menschen ein.
  • UNICEF plant außerdem Impfkampagnen. Dazu muss die Kühlkette für Impfstoffe wieder aufgebaut werden.
  • Gemeinsam mit den Behörden organisiert UNICEF die Registrierung und Hilfe für unbegleitete Kinder, deren Eltern nicht mehr leben oder die von ihnen getrennt wurden.

UNICEF ruft dringend zu Spenden auf! 

Spendenkonto 300 000Bank für SozialwirtschaftBLZ 370 205 00Stichwort: Taifun

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