Pressemitteilung
UNICEF: LAGE DER SYRISCHEN KINDER DRAMATISCH
Köln/Erbil
Donnerstag, 5. September 2013, 13:21 Uhr

BESUCH VON MINISTER NIEBEL IM FLÜCHTLINGSLAGER IN IRAK

Die Situation der Kinder in Syrien und in den Flüchtlingslagern wird immer dramatischer. Darauf weist UNICEF aus Anlass der Irak-Reise von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hin. Inzwischen haben fast 1,9 Millionen Menschen Schutz in den Nachbarländern gesucht und harren in Notunterkünften oder überfüllten Flüchtlingscamps aus. Rund die Hälfte von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Der deutsche Minister ist heute im Domiz-Camp für syrische Flüchtlinge in Nordirak und besucht dort unter anderem eine von UNICEF unterstützte Notschule. Er wird von Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, begleitet.

Syrische Flüchtlingskinder: Christian Schneider im Flüchtlingslager Domiz

Christian Schneider im irakischen Flüchtlingslager Domiz
© UNICEF Irak/ Bruere

„Die syrischen Kinder haben Furchtbares erlebt – Dinge, die kein Kind sehen sollte“, sagte Christian Schneider. „In den Flüchtlingslagern sind sie zwar in Sicherheit, aber bei Temperaturen bis zu 45 Grad ist das Leben im Zelt sehr hart. Wir tun alles, um ihre Situation so erträglich wie möglich zu machen. Deshalb kommt die Zusage der Bundesregierung, UNICEF mit fünf Millionen Euro zusätzlich zu unterstützen, genau zur richtigen Zeit – die Kinder brauchen die Hilfe dringend.“Situation der syrischen Flüchtlinge sichtbarer machenBundesentwicklungsminister Niebel sagte in Erbil: „Mit der Zusage wollen wir auch in der Öffentlichkeit dafür werben, dass die bisher vernachlässigte Situation der syrischen Flüchtlinge im Irak sichtbarer wird."

UNICEF sorgt für sauberes Trinkwasser

In den heißen Sommermonaten steigt mit dem Bedarf an Trinkwasser gleichzeitig die Gefahr von Krankheiten wie Durchfall. Kinder, die im Flüchtlingslager draußen spielen und dabei auch in Kontakt mit Abwasser kommen, stecken sich leicht mit Krankheiten an. UNICEF arbeitet in Syrien und allen von der Krise betroffenen Ländern und versorgt Millionen von Menschen mit sauberem Trinkwasser und Latrinen. Außerdem sorgt UNICEF dafür, dass Zehntausende syrische Kinder Notunterricht bekommen, gegen gefährliche Krankheiten geimpft werden und sichere Anlaufstellen haben, in denen sie spielen und psychosoziale Hilfe erhalten können.

Schlimmste Flüchtlingskrise der letzten 20 Jahre

Nach UNICEF-Schätzungen sind rund vier Millionen Kinder direkt vom Syrien-Konflikt betroffen: Mehr als 3,1 Millionen Mädchen und Jungen innerhalb Syriens brauchen dringend Hilfe, dazu kommen rund 950.000 Kinder und Jugendliche, die in die Nachbarländer geflohen sind. Die Vereinten Nationen sprechen von der schlimmsten Flüchtlingskrise der letzten 20 Jahre und haben im Mai den größten Hilfs-Appell in ihrer Geschichte gestartet.

Allein UNICEF braucht für 2013 insgesamt 470 Millionen US-Dollar (rund 358 Millionen Euro), um Kinder in Syrien und der Region mit dem Nötigsten zu versorgen. Die deutsche Bundesregierung hat die UNICEF-Hilfe in der Region bisher mit insgesamt 42 Millionen Euro unterstützt.

Spendenmöglichkeit und weitere Informationen

UNICEF ruft dringend zu Spenden für die syrischen Kinder auf:Spendenkonto 300.000Bank für Sozialwirtschaft KölnBLZ 370 205 00Stichwort Syrien

Christian Schneider twittert über seine Eindrücke aus dem Flüchtlingscamp Domiz (@UNICEFgermany) und steht am 5.08.2013 vormittags für Interviews zur Verfügung. Gerne schicken wir Ihnen auch Fotos.

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