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UNICEF-AUSBLICK AUF 2019: WAS FÜR KINDER WICHTIG WIRD

Gemeinsam Zukunft gestalten

Ein neues Jahr hat begonnen, und mit ihm zahlreiche Herausforderungen. Wir bei UNICEF gehen sie an. Die Makani-Zentren in Jordanien zu erhalten, in denen Kinder wie das syrische Mädchen Zahra Zeit und Raum zum Spielen und Lernern finden, ist nur eines unserer Ziele für 2019.

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir aktiv Zukunft für Kinder gestalten. Dabei setzen wir einen Schwerpunkt auf Prävention und Bildung. Damit Kinder geschützt und stark gemacht werden für jede Herausforderung. 

Diese vier Projekte haben wir uns für 2019 unter anderem vorgenommen:

UNICEF + Umweltschutz = lebendige Schulen

In Malawi entstehen die Schulen der Zukunft. Wir nennen sie "Living Schools", "lebendige Schulen". Hier werden eine bessere Versorgung der Schüler und Lehrer mit Wasser und sanitären Anlagen mit dem aktiven Schutz der Umwelt verbunden. 

Malawi: Schülerin Chimwemwe im Schulgarten der Living School

Bild 1 von 4 | Im Schulgarten einer "Living School" in Malawi bauen die Schülerinnen und Schüler selbst Gemüse an. 

© UNICEF Malawi
Malawi: Schüler einer Living School holen Trinkwasser an einer Wasserpumpe

Bild 2 von 4 | An der Wasserpumpe können sich die Schüler selbst sauberes Trinkwasser zapfen.

© UNICEF Malawi
Malawi: In der Living School gibt es getrennte Toiletten für Mädchen und Jungen

Bild 3 von 4 | Nach Geschlechtern getrennte Toiletten gibt es in jeder "Living School". An anderen Schulen fehlen sie noch. Deshalb bleiben dort Mädchen während ihrer Menstruation zu Hause und verpassen den Unterricht.

© UNICEF/UNI132359/Nesbitt
Living Schools in Malawi: Eine Schülerin berichtet über die Fortschritte des Projekts

Bild 4 von 4 | Jugendreporter berichten live von vor Ort über die Fortschritte des Projekts Living Schools. 

© UNICEF Malawi

Die Schulen verfügen über ein Wasserversorgungssystem, das mit Sonnenenergie betrieben wird. So gibt es immer frisches Wasser vor Ort – keine Selbstverständlichkeit in Malawi. Auch modernes E-Learning macht die Solarenergie möglich, da mit ihr Computer betrieben werden können. Im Schulgarten bauen die Schüler selbst Gemüse an. Zudem gibt es kindgerechte und nach Geschlechtern getrennte sanitäre Anlagen, auch für behinderte Kinder. Das ist besonders wichtig für Mädchen, von denen viele während ihrer Menstruation nicht zur Schule gehen, wenn es keine hygienischen Toiletten gibt.

Das Projekt der Living Schools soll 2019 richtig Fahrt aufnehmen. Wir halten Sie auf dem Laufenden mit Projektmitarbeitern und Jugendreportern, die live vor Ort über die Projektfortschritte berichten werden. 

Aus Plastikmüll werden Schulgebäude

Auch in der Elfenbeinküste geht es um Schulen, die ungewöhnlich sind. Zwei Millionen Kinder gehen in dem Land nicht zur Schule – einfach, weil es nicht genügend Klassenzimmer gibt. Gleichzeitig ist die Umweltverschmutzung enorm. Nur fünf Prozent des Plastikmülls, der täglich anfällt, werden recycelt.

UNICEF hat gemeinsam mit Partnern eine Lösung gefunden, die beide Probleme angeht. Durch die Zusammenarbeit mit dem kolumbianischen Unternehmen "Conceptos Plásticos" soll ein von Frauen geführter Recyclingmarkt ins Leben gerufen werden, der Kunststoffabfälle in langlebige, kostengünstige Baumaterialien umwandelt: der Grundstein für neue Klassenräume. 

Schutz vor sexuellem Missbrauch im Internet

Ich habe eine Freundschaftsanfrage von Steve Jones bekommen. Sollte ich sie annehmen, obwohl ich Steve gar nicht kenne?

Das Internet eröffnet viele neue Möglichkeiten. Aber es birgt auch Risiken, gerade für Kinder und Jugendliche. Denn sie können die Gefahren, die hinter manchem Klick stecken, oft nicht richtig einschätzen. Und werden so zum Beispiel Opfer von sexuellem Missbrauch.

Wir von UNICEF setzen uns im neuen Jahr weiter dafür ein, Kinder für diese Gefahren zu sensibilisieren. Mädchen und Jungen sollen rundum fit gemacht werden für die Digitalisierung: Sie müssen digitale Kompetenzen genauso lernen wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Ein Ziel, das wir von UNICEF schon seit Jahren verfolgen und das wir 2019 mit besonderem Engagement vorantreiben werden.

Keine Chance für Cholera im Südsudan

Schmutziges Wasser, kaputte sanitäre Anlagen und Mangelernährung: Im Bürgerkriegsland Südsudan kann sich Cholera leicht verbreiten. Beim letzten Ausbruch gab es über 400 Tote. So weit soll es nie wieder kommen.

Gemeinsam mit Partnern hat UNICEF es geschafft, die Cholera in dem Land vollständig zurückzudrängen. Derzeit gibt es keine neuen Krankheitsfälle – eine wundervolle Nachricht, auf der wir uns aber nicht ausruhen können und wollen.

Cholera im Südsudan: Zwei UNICEF-Helferinnen informieren, wie man Wasser reinigt

Bild 1 von 6 | Die UNICEF-Helferinnen Siana Abdu und Christine Baptiste klären über die Gefahren von schmutzigem Wasser auf. Cholera wird hauptsächlich über schmutziges Trinkwasser übertragen.

© UNICEF Südsudan/Farran
Cholera im Südsudan: Ein UNICEF-Helfer testet Wasser

Bild 2 von 6 | Kann man dieses Wasser gefahrlos trinken? Eine Probe soll Klarheit bringen. 

© UNICEF Südsudan/2017/Kealey
Cholera im Südsudan: Eine Tablette macht schmutziges Wasser zu Trinkwasser

Bild 3 von 6 | Mithilfe von Reinigungstabletten wird aus schmutzigem Wasser Trinkwasser. UNICEF verteilt regelmäßig Tausende dieser Tabletten an die Bevölkerung im Südsudan.

© UNICEF Südsudan/Farran
Südsudan: Durch Planen abgetrennte Latrinen sollen vor Cholera schützen

Bild 4 von 6 | Durch Planen abgetrennte Latrinen: Mit einfachen Mitteln schützt UNICEF Kinder vor dem Cholera-Erreger.

© UNICEF/NYHQ2014-0337/Holt
Südsudan: Aufklärung gegen Cholera

Bild 5 von 6 | Wer die Regeln kennt, braucht Cholera nicht zu fürchten – beim Kochen und im Alltag auf Sauberkeit achten, und bei Durchfall und Kreislaufschwäche sofort medizinische Hilfe suchen.

© UNICEF/NYHQ2012-2183/Nesbitt
Südsudan: Infusionen retten Leben

Bild 6 von 6 | Von Cholera betroffene Menschen erhalten im UNICEF-Zelt Infusionen. Diese direkte medizinische Hilfe rettet Leben.

© UNICEF/NYHQ2014-0337/Holt

  

Unser Ziel: die Zahl der Cholera-Fälle soll bei Null bleiben. Wir warten nicht, bis die Krankheit erneut ausbricht. Wir handeln jetzt. Unter anderem baut UNICEF im Südsudan Brunnen für sauberes Trinkwasser, impft gegen Cholera und erklärt den Kindern und ihren Familien, wie sie sich vor einer Ansteckung schützen können.


Infografik: Cholera-Ausbruch im Südsudan 2016-17

© UNICEF DT/Superblau


Unser Motto: "Let's keep it zero!" Auch in Zukunft soll kein Kind im Südsudan an Cholera erkranken Sie können dabei mithelfen. 

Auf geht's, das neue Jahr kann kommen

Ausblick 2019: Tanzendes, lachendes Mädchen in der Elfenbeinküste
© UNICEF/UN0207882/Dejongh

Wir sind gespannt und freuen uns auf 2019! Denn ein neues Jahr bringt nicht nur zahlreiche Herausforderungen, sondern auch ebenso viele Chancen mit sich. Chancen auf Bildung, Schutz und Gesundheit für Kinder überall auf der Welt. Lassen Sie uns gemeinsam anpacken und jede Chance nutzen.

Danke für Ihre Unterstützung auch im neuen Jahr!