Eine Ernährungsexpertin misst den Armumfang der zehn Monate alte Firedoze © UNICEF/NYHQ2011-1329/Indrias Getachew

ÄTHIOPIEN: OHNE NAHRUNG KEINE ENTWICKLUNG

HILFE FÜR KINDER IN DER SOMALI-REGION

Die zehn Monate alte Firdoze Liben sitzt eingekuschelt auf dem Schoß ihrer Mutter. Dass Ernährungsexpertin Kalkidan Yimam ihren zierlichen Oberarm vermisst, ist ihr nicht ganz geheuer. Doch es muss sein. Firdozes Mutter lässt ihre Tochter heute auf Mangelernährung testen – das funktioniert einfach und sicher über das Arm-Messband von UNICEF. Denn das Mädchen ist in den vergangenen Wochen immer dünner geworden. Die Diagnose: Firdoze ist ein Notfall, das Maßband zeigt "rot"! Sie braucht sofort Zusatznahrung.

Yimam hat von UNICEF gelernt, worauf es bei der Untersuchung von Kindern ankommt und welche Nahrung sie brauchen, um gesund aufzuwachsen. UNICEF hat mit Hilfe der Spender im ganzen Land dazu beigetragen, 34.000 Helferinnen wie Kalkidan Yimam zu schulen und auszustatten. Mit dieser Hilfe war es möglich, die Kindersterblichkeitsrate in Äthiopien deutlich zu senken.

Mangelernährung – die lautlose Bedrohung

„Wir müssen die Mütter und Väter informieren und die Ernährungsgewohnheiten ändern, damit weniger Kleinkinder sterben“, sagt auch Getachew Wago, UNICEF-Mitarbeiter in Äthiopien. Das Land ist eines der trockensten und ärmsten Länder der Erde und hat mit rund 82 Millionen Menschen fast so viele Einwohner wie Deutschland. Zu den größten Katastrophen zählen die Dürreperioden und Missernten. Millionen Kinder hungern. Doch selbst wenn ihre Bäuche voll sind, heißt das nicht, dass ein Kind auch wohlgenährt ist. Mineralstoffe und Vitamine sind lebenswichtig – fehlen den Kindern jedoch, wenn sie kaum Nahrung haben. Besonders die ersten Lebensmonate sind entscheidend für die Entwicklung der Babys. Bekommen Kinder dann nicht genug Nährstoffe, sind die körperlichen Langzeitschäden verheerend. Viele Mütter wissen nicht, dass beispielsweise Muttermilch die beste Nahrung für die ersten Lebensmonate ist. Viele geben ihren Kindern so aus Unwissenheit zu früh Wasser oder Brei, der gefährliche Keime enthalten kann. In der besonders trockenen Somali-Region hat nur jeder Dritte Zugang zu sauberem Trinkwasser und oft nur jeder Fünfte eine Latrine zur Verfügung. All das führt dazu, dass die Kindern häufig krank sind - und ihr Ernährungszustand sich stetig verschlechtert.

UNICEF in Äthiopien

Ernährung verbessern und aufklären: Wir schulen lokale Helfer und Müttergruppen darin, Kleinkinder zu untersuchen und Frauen zu zeigen, wie sie ihre Babys richtig versorgen. Zunächst 140 Müttergruppen lernen so, ihre Kinder besser zu versorgen. Mit Ihrer Spende lernen sie außerdem, Mangelernährung rechtzeitig zu erkennen und den Kindern Hilfe zukommen zu lassen. Mit Ihrer Hilfe wollen wir 1.000 Gesundheitshelfer in der Aufklärungsarbeit schulen. UNICEF unterstützt auch Kinder-Gesundheitstage, bei denen Vitamin A und Entwurmungstabletten verteilt werden.

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