UNICEF hilft benachteiligten Kindern in Brasilien

FAIR PLAY FÜR KINDER

UNICEF UNTERSTÜTZT MÄDCHEN UND JUNGEN IN BRASILIEN

Die Fußball-WM in Brasilien ist vorbei. Doch UNICEF steht den Kindern dort weiter zur Seite. Denn trotz wirtschaftlichen Fortschritts wächst über ein Drittel der Jugendlichen in Brasilien in Armut auf. UNICEF will den Mädchen und Jungen Gehör verschaffen und ihnen durch Sportangebote neue Chancen geben.  „Sports for Development“: Mit diesem Programm bringt UNICEF Kinder in Bewegung – und benachteiligte Kinder ins Spiel. Helfen Sie mit!

sechs Fußbälle
Fortbildung für einen Betreuer
Instrumente für Musik und Tanz

Mit Sport für Selbstbewusstsein und Chancen

Das tut UNICEF, um Kinder in Brasilien zu stärken:

UNICEF setzt sich in Brasilien umfassend für benachteiligte Kinder ein – zum Beispiel mit einer neuen App zum Schutz vor Gewalt gegen Kinder. UNICEF fördert Sportangebote für Kinder und Jugendliche, auch für Kinder mit Behinderung, und unterstützt ein Netzwerk für das Recht auf Sport. Eine aktuelle Studie weist auf Chancen und Risiken für Kinder im Profifußball hin.

„App“ zum Schutz vor Gewalt
Am 18. Mai startet UNICEF Brasilien eine landesweite Kampagne gegen Gewalt. Dazu haben UNICEF und Partner die App „Proteja Brasil“ für mobile Endgeräte entwickelt. Mit der App können Nutzer einfach und schnell Kinderrechtsverletzungen oder Beobachtungen von Gewalt gegen Kinder an Kinderschutzbehörden melden. Die App hält Informationen zum Thema Gewalt bereit, zeigt die nächstgelegene Anlaufstelle für Betroffene an und weist den Nutzer auf die nationale Hotline „Disque 100“ hin. Die App gibt es in Portugiesisch, Spanisch und Englisch. Im Jahr 2013 wurden in Brasilien allein über die Hotline „Disque 100“ mehr als 124.000 Fälle von Gewalt gegen Kinder erfasst. Website zur App

Ein Netzwerk für das Recht auf Sport
Mit Unterstützung von UNICEF treten Kinder und Jugendliche in Brasilien für das Recht auf Spiel und Sport für alle Kinder ein. Über 600 Kinder und junge Erwachsene sind bereits Teil des Netzwerkes „Rejupe“ – auch in den zwölf Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft. Sie machen dort zum Beispiel in Schulen und Gemeinden auf Chancen und Risiken für Kinder im Zusammenhang mit Großveranstaltungen wie der Fußball-WM aufmerksam. Sie beteiligen sich auch an der Entwicklung von lokalen Aktionsplänen zur Förderung von Sport- und Bildungsangeboten für benachteiligte Kinder und Jugendliche.

Um die Risiken für benachteiligte Kinder und Jugendliche bei Großereignissen wie der WM zu verringern, hat UNICEF allein 2013 über 800 Mitarbeiter in den Behörden geschult, darunter auch von der Autobahnpolizei und der Militärpolizei. An den zwölf Austragungsorten der WM wurden 500 Lehrer darauf vorbereitet, Sport als Chance zur Beteiligung behinderter und benachteiligter Kinder zu nutzen. Hunderte Mitarbeiter in Justizbehörden wurden geschult, um minderjährigen Opfern von sexueller Ausbeutung besser zu helfen.

Straßenfußball als Chance
Jugendliche aus UNICEF-Projekten in Brasilien beteiligen sich an der weltweiten Initiative „Ein Spiel, eine Vision, eine Welt“ für Straßenfußball. Höhepunkt war das internationale Straßenfußball-Festival vom 27. bis 30. Mai 2014 in Fortaleza/Brasilien, bei dem Jugendliche und Erwachsene aus Deutschland, Indien, Chile, Kenia, Ruanda, Israel/Palästina, Brasilien, Kambodscha und Paraguay mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen zusammentreffen. Die Initiative wird von einem Netzwerk von lokalen Organisationen, Schulen und Jugendeinrichtungen getragen und steht unter der Schirmherrschaft von Willi Lemke, dem UN-Sonderbeauftragten für Sport.

Spiel, Sport und Bildung für alle Kinder!
UNICEF nutzt die Weltmeisterschaft auch, um mit dem Programm „Open Doors for Inclusion“ die Situation behinderter Kinder zu verbessern. So wurden mehr als 430 Sportlehrer geschult, um Kinder mit Behinderungen in die Sportangebote der Schulen zu integrieren. UNICEF fördert gemeinsam mit Partnern Sport als Mittel zur Integration von Kindern aus benachteiligten Bevölkerungsgruppen und zur Prävention von Gewalt beispielsweise gegenüber Menschen mit Behinderung oder unter Straßenkindern. Weiterlesen

Aktuelle Studie zu Risiken und Chancen im Fußball
Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft haben UNICEF und Partner in einer Studie die Situation von Kindern und Jugendlichen in Clubs und Trainingszentren beleuchtet. Denn Millionen Heranwachsende in Brasilien träumen von einer Profikarriere. Doch in den Strukturen und Mechanismen des Profifußballs dominieren Erfolgsdruck und ökonomische Interessen – Kinderrechte finden bislang kaum Berücksichtigung. Im Bundesstaat Bahia wurden dazu jugendliche Fußballspieler und ihre Familienmitglieder, Teilnehmer von Sportprogrammen, Fußballtrainer und Vereinsmanager, ehemalige Profi-Fußballer und Experten aus Kinderrechtsorganisationen, Sportinitiativen und staatlichen Institutionen interviewt. Zur englischsprachigen Studie auf unicef.org

LASST UNS SPIELEN!

Angela Merkel besucht Projekt von UNICEF-Partner und GIZ in Salvador de Bahia

17.6.2014 - Sie waren begeistert: 150 Kinder in der brasilianischen Metropole Salvador de Bahia demonstrierten Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Fußballkünste. Die Mädchen und Jungen aus benachteiligten Gemeinden treffen sich derzeit zum Straßenfußballfest parallel zur WM. Die Aktion ist Teil des landesweiten Programms „Sport für Entwicklung“, das die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und in Kooperation mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit lokalen Partnern wie der Stadtverwaltung Salvador da Bahia und einem Partner von UNICEF, dem Institut Fazer Acontecer (IFA), umsetzt.

Das Recht auf Spiel und Sport ist längst nicht für alle brasilianischen Kinder verwirklicht. In armen Landesteilen hat gerade jede zehnte Schule einen Sportplatz. UNICEF Brasilien nutzt die WM, um den ärmsten Kindern in Brasilien eine Stimme zu geben – und freut sich über die „Verstärkung“ durch die deutsche Bundeskanzlerin.

"Vamos jogar" - alle Kinder haben das Recht auf Spielen

Brasilien – Herausforderungen für Kinderschutz

Auch im Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft ist Kinderarbeit trotz Erfolgen bei der Armutsbekämpfung und beim Zugang zu Bildung nicht überwunden - obwohl fast alle Kinder eingeschult werden. Nach neuesten Erhebungen von UNICEF arbeiten dort fast 640.000 brasilianische Mädchen und Jungen zwischen fünf und 14 Jahren mindestens 28 Stunden in der Woche. In städtischen Regionen im Nordosten und Südosten ist das Problem am größten. Mehr zur Situation der Kinder (PDF)

Hier packen wir an:

UNICEF unterstützt in Brasilien ein landesweites Programm für Kindergesundheit, den Schutz vor HIV/Aids und ein Aufwachsen ohne Gewalt. Weitere Schwerpunkte sind Lern- und Ausbildungsprogramme für benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie Sportprogramme. Mit Lobbyarbeit setzt sich UNICEF außerdem dafür ein, dass die Kinderrechte bei politischen Entscheidungen Priorität bekommen – national, regional und kommunal. Weiterlesen

UNICEF IN BRASILIEN

Brasilien: Sport gibt Chancen

Brasilien: Sport gibt Chancen für benachteiligte Kinder

UNICEF setzt in Brasilien auf die Kraft des Sports, damit gerade benachteiligte Kinder Gemeinschaft erleben und Erfolg haben können. Mit Ihrer Spende bringen Sie den Ball ins Rollen! Weiterlesen


Profifußballer Paulo Cézar Tinga

Fußballer Tinga unterstützt Kinderschutzkampagne

Paulo Cézar Tinga kennt in Brasilien jedes Kind. Der frühere Mittelfeldstar von Borussia Dortmund hat geschafft, wovon Millionen Heranwachsende in seiner Heimat träumen: eine Karriere als Profi-Fußballer. Weiterlesen


App "Proteja Brasil"

App zum Schutz vor Gewalt: "Proteja Brasil"

UNICEF und Partner haben die App „Proteja Brasil“ entwickelt, damit Kinderrechtsverletzungen einfach und schnell gemeldet werden können. Zur Website der App